Mittwoch, 19. November 2014

The Evil Within

Psycho Break

 

Autor: mze

 

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Der Ex-Capcom Angestellte und Resident Evil Erfinder wurde auch dringend benötigt, erinnert man sich an die letzte Episode des er­wähnten Zombie-Schlagers. Bei The Evil Within versprach seine Softwarefirma Tango Gameworks, das jetzt unter Bethesda veröffent­lichte Spiel, den Ansprüchen der Spieler gerecht zu kreieren und dabei viele Schockmomente zu servieren.

 

Die Rückkehr des Survival Hor­rors – des Überlebenskampfes in unwirklichen Höllen.

 

Im Spiel steuert man daher Seba­stian Castellanos, einen Polizisten der eine Mordszene untersucht und dabei seinen Verstand verliert. Während die Welt zerberstet, findet sich Sebastian in einem Spital für Geisteskranke wieder, springt von dort jedoch über Spiegel, zurück in alternative Areale in denen die Handlung fortgeführt wird. Düstere Parks, vermoderte Hüt­ten und reichlich Untote, stellen sich hier dem Spieler vor. Dieser muss schleichend versu­chen, sich nur an einzelnen Geg­nern zu messen, da ein Tumult schnell zum Ableben führt. Auch da die Umgebung mit Fallen bespickt wurde, ist vorsichtiges Voranschrei­ten oberste Pflicht, will man nicht vom letzten Check-Point beginnen und alles, was zuvor erfolgreich ge­schafft wurde, nochmal angehen. Ein falscher Schritt und eine Horde Wilder ist hinter einem her oder der Kopf wird einem dank Mörderfalle vom Hals geblasen. Treten wildere Gegner auf, reicht auch mal ein nicht akzeptierter Knopfbefehl oder ein verzogener Schuss, um Sebastian einen Ab­schnitt des Spiels erneut angehen zu lassen. Inklusive Ladezeiten sowie teils nicht abzubrechender Zwischen­sequenzen.

 

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Da oft im Dunkeln, in engen Gängen und kleinen Räumen ge­gen viele Monster gekämpft wer­den muss, Munition rar ist und Mo­mente oft mit Lebensverlust erlebt werden müssen, bevor verstanden werden kann, was der Designer von einem verlangt, stirbt Seba­stian viele, viele Tode in einer teils sehr beklemmenden Umgebung. Diese verliert jedoch nach dem dritten Anlauf ihren Respekt. Die auftretenden Boss-Gegner ebenso, wenn man zum wieder­holten Male, im Angesicht der Kre­atur nur noch krampfhaft versucht, dass sie verschwindet – jedoch ohne dass sie es dann noch schafft, einen das Fürchten zu lehren. Als Trial & Error lassen sich viele Momente des Spiels umschreiben. Hat etwas wieder nicht geklappt, versucht man es halt nochmal; hat dabei Ärger, aber keine Angst.

 

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Das Problem an den Versatzstü­cken von The Evil Within ist schließ­lich auch der technische Aspekt, der auf einer PS4 eher schockierte als verängstigte. Rucklige Darstel­lung, nachladende Texturen, teils Clipping-Fehler und Pop-Ups, sor­gen im Zusammenspiel mit der Kamera und dem gewählten 21:9 Format für spürbares Unwohlsein und machen aus dem Survival ei­nen Horror mit Designschwächen. Schwammige Steuerung inklusive. Einzig das Psycho-Setting und der erzählerische Stil zeugen von der einstigen Unfehlbarkeit Mika­mis, welche seine Fans in The Evil Within nun aber zu suchen haben, so wie Sebastian Castellanos Mu­nition. Während in seltenen Mo­menten der Schimmer vergange­ner Brillanz klar durchscheint und dankbar wahrgenommen wird, brechen leider zu viele Abschnitte mit der gewohnten Tradition, der famosen Zugänglichkeit ehema­liger Werke des Designers, die es dem Spieler bisher nie so schwer machten, geschätzt zu werden. Das Mikami typische Ineinander­greifen verschiedener Spielele­mente sowie der typische Drive im Gameplay werden insgesamt schmerzlich vermisst.

 

 

An Evil Without A Clue.

 

The Evil Within

 

Fotos : Bethesda

USK 18

Circa 49€ – 69€

PS4 – ASIN: B00DCUJ19G

PS3 – ASIN: B00CM78H54

Xbox360 – ASIN: B00CM78HMM

Xbox One – ASIN: B00DB0WRE8

PC-DVD – ASIN: B00CM78DB2

PC Steam Code – ASIN: B00CFJ9ZY6

 

 

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