Dienstag, 28. Oktober 2014

Pharma-Konzerne gegen die Legalisierung

Schmerzmittel-Produzenten wollen Cannabisfreigabe verhindern

 

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Ein Ex-Junkie auf Abwegen: P. Kennedy

 

Was bei uns noch hinter den Kulissen geschieht, ist in den USA bereits für mit ein paar Klicks für jede/n nachvollziehbar:

 

Große Pharmafirmen, die am Verkauf von Opiodien und Opiaten verdienen, versuchen durch Spenden in Millionenhöhe, den Trend zur Re-Legalisierung von Cannabis zu stoppen. Wir haben bereits öfter von SAM (Smart Approaches on Marijuana) berichtet. Das Projekt wurde von ehemals Alkohol- und Oxycodon abhängigen Patrick Kennedy ins Leben gerufen. Kennedy hat mithilfe der Coaltion for a Drug Free America (CADCA) im Rahmen deren Jahreshauptversammlung im Februar 2014 rund 2000 Mitstreiter für SAM gefunden. Am 8. Oktober veranstaltete CADCA ein Benefiz Dinner im Rahmen ihrer „Drug Free Kids Campaign“. Dieses Dinner wurde gleich von mehreren Pharmaunternehmen gesponsert, wobei es sich mit Purdue Pharma als Hersteller von Oxycodon um genau jene Firma handelt, die an Kennedys Sucht jahrelang verdient hat. Oxycodon hätte fast die Karriere des Politikers ruiniert, als er 2006 vollgedröhnt einen Autounfall in Washington D.C. verursachte.

 

In den USA sind verschreibungspflichtige Schmerzmittel für die meisten Todesfälle durch Überdosierung verantwortlich, wobei sich der Missbrauch epidemieartig über das gesamte Land verbreitet hat.  Die Washington Post beschreibt die aktuelle Situation als eine „Epidemie von Überdosen“, der jährlich 16.000 US-Bürger/innen zum Opfer fallen. Kein Wunder, dass die Schmerzmittelhersteller angesichts des schmerzlindernden Potentials von Cannabis kalte Füße bekommen.

3 Antworten auf „Pharma-Konzerne gegen die Legalisierung

  1. tribble

    ..Tadaaa! Guten Morgen: Es herrscht Kapitalismus.

    Schön, dass von Gewinnen gesprochen wird: Warum nicht mal den Grund für Gewinnmaximierung und Menschenausbeute nennen: das kapitalistische System!

    Die sogenannte Pharmaindustrie spielt auch nur nach diesen Spielregeln. Aber, man braucht ja immer ein Feindbild, oder?

    mfg

  2. Oxy

    Naja was heißt Feind es ist was dran aber etwas überzogen dargestellt, aber wäre Cannabis legal wäre ich niemals opioidabhängig geworden, ich bin Schmerzpatient und bin wegen einer Versetzung am Arbeitsplatz von den Niederlanden nach Deutschland gezogen. Ich habe im NL mit ärztlicher Bescheinigung speziell für Schmerzbehandlung gezüchtetes canna bekommen. Jetzt wo ich hier in Schmerztherapie bin und das schon 2 Jahre bekomme ich nur hochpotente opiate (Fentanylspray für schmerzspitzen und polamidon als Langzeit analgetikum) !! kein Arzt ist bereit auch nur über die Behandlung mit canna zu reden, er darf ja natürlich nichts dazu sagen ausser das es illegal ist. Früher haben mir 3 mal täglich canna Kakao gereicht wenn auch hoch dosiert (sativa) und jetzt schaffe ich es ohne opiate nicht zu arbeiten und illegal besorgen kommt wegen meinem arbeitgeber nicht in Frage (großes Unternehmen wo „freiwillige“ Drogen Tests macht vor allem bei jungen Leuten die viel im Straßenverkehr unterwegs sind) Absoluter Teufelskreis und die Toleranz steigt auch schon so das evtl Oxycodon retard statt das perfekt helfende canna als Dauer medikation bei meinen nächsten Arztbesuch auf dem Rezept steht 🙁
    Danke Frau Merkel und Co. ne schwere körperliche Opiat Abhängigkeit als Begrüßung für einen neuen Steuerzahler !!

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