Dienstag, 28. Oktober 2014

Kascha Oktober 2014

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL

 

170-Kascha-Maerz-2014

 

Erste Hilfe für Kiffer,  Kascha ist aus dem Sommerurlaub zurück und ab sofort wieder per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Tony (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„Hi Kascha,

ich bin Tony und ich wollte mal fragen, wie das so mit Aktivkohlefiltern ist. Ich habe vor einiger Zeit ein paar geschenkt gekriegt, habe mich aber noch nicht getraut, die in einen Joint einzubauen, weil ich Angst habe, dass die Dinger auch einen Teil des THCs rausfiltern. Stimmt das, oder kann ich die gefahrlos, also ohne dass etwas von der Wirkung verloren geht, in einen Joint einbauen? Und haben die auch so etwas wie ein Haltbarkeitsdatum? Ich habe die, die ich habe, nämlich vor knapp sechs Wochen bekommen, und weiß nicht, wie lange die noch unbenutzt bei mir rumliegen können.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Tony,

 

Aktivkohlefilter filtern in der Regel nicht so fein wie beispielsweise Zigarettenfilter, die aus Cellulose hergestellt werden. Dadurch bleibt, vermutlich, mehr THC im Rauch zurück. Insgesamt ist die Filterwirkung aber meist einfach darauf beschränkt, den Tabak vom Mund abzuhalten – wirklich effektiv Schadstoffe filtern können die wenigsten Filter. Dafür beeinflussen sie stark das Ziehverhalten: An einer mit feinporigem Cellulosefilter ausgestatteten Zigarette zieht man in der Regel langsamer und weniger kräftig als an einem Joint. Dafür werden Filter mit einem stärkeren Luftdurchzug bevorzugt, zum Beispiel gedrehte Papierfilter oder eben besagte Aktivkohlefilter. Wenn du den Filter nach dem Rauchen öffnest wirst du feststellen, dass einiges an Teer und Kondensat im Filter zurückgeblieben ist, vermutlich auch etwas kondensiertes THC. Das hast du in gewissem Ausmaß auch bei einem gedrehten Papierfiltertip, in der Regel hält sich der „Wirkstoffverlust“ aber in Grenzen und kann vernachlässigt werden. Ob die die Aktivkohlefilter zusagen kannst du am besten herausfinden, indem du es einfach ausprobierst und beobachtest, ob dir das Rauchverhalten und die Wirkung gefallen.

Ein Haltbarkeitsdatum gibt es für Aktivkohlefilter nicht, ich würde sie aber nicht allzu feucht lagern, also nicht unbedingt in einem alten Keller – ganz einfach, weil sie ja zum Teil auch aus Papier bestehen und sich das auf den Geschmack auswirken kann. Nach sechs Wochen solltest du sie aber auf jeden Fall noch ganz normal benutzen können.“

 

 

Johanna (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:

 

„Hallo Kascha,

 

ich will demnächst eine Reise per Flugzeug ins Ausland, konkret in die USA machen. Da es ein längerer Aufenthalt wird, hatte ich mir überlegt meinen Vaporisator mitzunehmen. Da die Dinger nicht billig sind, würde ich mir ungern vor Ort einen neuen kaufen müssen. Da ich natürlich am Flughafen nicht rausgezogen werden will, wollte ich mal fragen, ob du einen Tipp für mich hast wie man das Ding möglichst sauber kriegt (das ist mit den feinen Sieben und vielen Ecken gar nicht so einfach). Falls es doch Probleme geben sollte. Was ist denn das schlimmste, das mir beim Finden eines leeren Vapos mit kleinen Rückständen passieren kann?“

 

Kascha antwortet:
 

„Hallo Johanna,
 

grundsätzlich ist Reisen mit benutztem „Rauchgerät“ ein relativ schwieriges Thema: Drogenhunde kennen zunächst nicht den Unterschied zwischen einem Koffer, in dem sie Gras wittern und einem Koffer, in dem sie die Anhaftungen an einem Vaporizer riechen. Begegnet man also einem Spürhund am Flughafen, dann kann man in der Regel davon ausgehen, dass man seinen Flug verpasst. Denn man muss nicht nur den Vaporizer vorzeigen, sondern man wird auch durch das Mitführen von „Drogenkonsumzubehör“ nicht unbedingt unverdächtiger. Je nach Zielland können selbst Anhaftungen zudem für ordentlichen Ärger sorgen. Ein Mann wurde beispielsweise in Dubai wegen Drogenschmuggels verhaftet, weil er sich am Abflughafen einen Joint-Stummel in das Profil seiner Schuhe eingelaufen hatte, den dort jemand auf der Straße weggeworfen hatte. In Bayern hat es schon Hausdurchsuchungen und Strafanzeigen wegen Cannabisanhaftungen auf gefalzten Postkarten gegeben, die bei Konsumenten aufgefunden wurden. Zudem stelle ich mir einen Vaporizer mit typisch riechenden Anhaftungen bei der Einreise in Staaten, in denen Cannabiskonsum verboten ist, besonders schwierig vor: Du musst ja bei der Einreise geloben, keine illegalen Aktivitäten zu planen – ein Gerät zum Konsum illegalisierter Rauschmittel wirkt da der Glaubwürdigkeit entgegen.

Bei der Reinigung ist natürlich vieles von dem Modell abhängig, das du benutzt. Bei vielen Geräten, wie dem Volcano, ist die Kräuterkammer relativ gut vom Rest zu trennen, der eher wenige Anhaftungen an sich hat. Aber auch tragbare Modelle sind in der Regel gut zerlegbar. Danach entfernst Du die Anhaftungen so, wie man auch Baumharze entfernt: wahlweise mit Fett, Alkohol, Reinigungsbenzin oder sogar Rostschutzmittel oder Rasierschaum – fast jedes dieser Mittel sollte funktionieren. Dabei solltest du besonders bei Sieben gründlich vorgehen, du kannst natürlich auch auf Nummer Sicher gehen und dir einfach einen Satz neue Siebe mitnehmen. Kleine Teile kannst du auch in Öl einlegen und dann mit einem fettlösenden Mittel reinigen.“

 

T. (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„High Kascha,

wenn Leute zur Polizei gehen und sagen, dass z. B. ich Cannabis verkaufe und von z. B. WhatsApp oder Facebook den gescreent haben, reicht das als Beweis um mich zu verknacken? Ich bin 16 und habe immer an Minderjährige verkauft. Was habe ich da für eine Strafe zu erwarten? Ich werde nichts abstreiten also direkt zugeben?“

 

Kascha antwortet:
 

„Hi T.,

 

da du mit 16 selbst minderjährig bist, wird dir der Verkauf an Minderjährige sicher nicht so schwer angelastet wie einem Volljährigen – insgesamt findet ja bei dir dann wahrscheinlich das Jugendstrafrecht Anwendung. Grundsätzlich wird bei einer Anzeige, zum Beispiel wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, aufgrund der der Polizei vorliegenden Informationen erst einmal ermittelt. Dazu gehören möglicherweise Hausdurchsuchungen oder Durchsuchungen, wenn die Polizei dich auf der Straße antrifft. Dazu wird auch gehören, dass du zur Polizei vorgeladen wirst, um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Dabei musst du dich allerdings nicht selbst belasten – direkt den Handel zuzugeben ist also die am wenigsten sinnvolle aller möglichen Optionen. Sollte es allerdings zu einer Gerichtsverhandlung kommen, dann ist empfehlenswert, dass du dir einen Anwalt suchst. Hast du kein Geld für einen Anwalt, dann bekommst du einen Pflichtverteidiger. Mit dem Anwalt kannst du dann gegebenenfalls die weitere Strategie besprechen – je nachdem wie viel, unter welchen Umständen und an wen du verkauft hast und vor allem in welchem Bundesland sollte eigentlich nicht mehr als eine Bewährungsstrafe dabei herauskommen, was aber natürlich nicht sicher ist.

 

 

3 Antworten auf „Kascha Oktober 2014

  1. Loz

    High Kascha,

    ich bin 17 Jahre alt und komme aus Österreich. Ich habe eine etwas größere Menge Cannabis ( 120g) zu Hause da ich selbst anbaue. Nun wollte ich fragen mit was für Konsequenzen ich rechnen müsste falls ich erwischt werde?

    Lg Loz

  2. Gasterl

    Hi Loz!

    Das kommt drauf an, wie viel THC in den Pflanzen enthalten ist. Bei 120 Gramm Marihuana wären die 20 Gramm dann erreicht, wenn Dein Gras mehr als 16% THC aufweist.
    „(…) Erzeugen einer Menge, die mehr als 20gr reines THC enthält (Grenzmenge, große Menge), ist in Österreich ein Verbrechen und wird mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren (bei ganz großen Mengen von 1 bis 15 Jahren) geahndet.(…)“

    Auf folgender Seite findest Du mehr Infos:
    http://www.legalisieren.at/index.php?article_id=45

    Du solltest Dir überlegen, ob die zu erwartenden Strafen für Dich vertretbar sind. Ansonsten lass es derzeit sein und versuche lieber bei der Re-Legalisierung mitzuwirken! – aber das ist nur meine Meinung…jeder Mensch soll das tun, was er für das beste hält, sofern er keinem anderen schadet.

  3. anon

    omg die hälfte fickt sich mit den fragen selbst in den Arsch! ihr seid unter 18 dann nehmt keine Drogen… ihr habt mit 18 noch mehr als genug Zeit high zu werden und kommt dann evtl. auch mit den Folgen klar! wie kann man nur growen oder dealen ohne sich VORHER zu informieren wie das Strafmaß aussieht… Mal im Ernst: Erst das Hirn anschalten und dann scheisse bauen 😉 Dealen per Whatsapp & Facebook…. da mach ich mir echt sorgen um den Konsumentennachwuchs! Das K(h)ascha Euch nicht drauf hinweist zeigt Euch schon wo ihr hier seid 😉 Nämlich nicht an der besten Adressen

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