Montag, 28. Juli 2014

Noch ist Europa nicht verloren

Polen knackt die erste Hürde!

 

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Endlich gute Nachrichten von der Europäischen Legalisierungsinitiative für Cannabis. Wie mehrfach berichtet, werden bei der Europäischen Initiative eine Million Unterschriften benötigt um die Europäische Kommission zu zwingen, das Thema Legalisierung auf ihrer Sitzung zu behandeln und öffentlich hierzu Stellung zu beziehen.

 

Bisher fiel die Bilanz der Sammlung eher mau aus. “Nur” ein bisschen mehr als einhunderttausend Europäer trugen sich in den ersten acht Monaten des einjährigen Sammlungszeitraums ein. Ohne Wenn und Aber ist das ein wirklich kleiner Wert, gemessen an den wohl um die 50 Millionen Europäern, die regelmäßig Cannabis konsumieren und ein echtes existentielles Interesse haben dürften das Thema auf die Tagesordnung des höchsten politischen Gremiums Europas zu bringen.

 

Nun haben die Polen als erste die Hürde geknackt und dürfen sich Europalegalisierungmeister nennen. Denn die eine Million Unterschriften müssen in mindestens sieben Ländern gesammelt werden; wobei jedes Land sein eigenes Quorum erfüllen muss, je nach Einwohnerzahl gestaffelt.

 

Garantiert hat beim Sammeln der Unterschriften die radikale, prohibitionistische Gesetzgebung gegenüber Cannabiskonsumenten mitgeholfen, wobei dies nicht die alleinige Ursache sein kann. Denn ginge es nur um den Verfolgungsgrad, der die Konsumenten aktiv werden lässt, müssten ja längst schon eine Million Unterschriften aus Bayern und Baden-Württemberg vorliegen. So kann man auch in Polen erkennen, dass sich das Engagement einzelner auszahlt; in diesem Fall von Maciek Kowalski, seines Zeichens Chefredakteur beim Spliffmagazin (spliff.pl), der in den letzten sechs Monaten seine überwiegende Arbeitszeit in dieses Projekt investiert hat. Nachdem Polen nun als glänzendes Beispiel dasteht, bleibt abzuwarten, ob der Funke auf die anderen EU-Länder und insbesondere auf ihre Konsumenten und deren Freunde überspringt. In Deutschland wurden bisher knapp mehr als 21% der nötigen Unterschriften gesammelt; in Österreich gar nur 4%. Damit sich das ändert am besten gleich hier online unterschrieben und den Link mit Freunden teilen: https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/?lang=de

Die immer aktuellen Sammlungsergebnisse könnt ihr hier sehen: https://ec.europa.eu/citizens-initiative/REQ-ECI-2013-000023/public/map.do

 

10 Antworten auf „Noch ist Europa nicht verloren

  1. Freiheitsliebend

    Kein Wunder… die Leute haben Angst, dass ihre Daten für Ermittlungen missbraucht werden – oder es gibt gleich einen Kopfschuss, wie aktuell geschehen.

  2. schultüte

    Dafür sollte herr wuth seine Million mal einsetzen!!! Seit dem gewinn hört man nichts mehr von ihm. Wurden wir vielleicht nur geblendet von ihm?!

  3. anonym

    genau deswegen kann man dort, wenn man fest im leben steht, nicht mitmachen,…

    ich habe angst vor dem was danach kommt, wenn ich mich dort öffentlich äußere

  4. Ralf

    Ich habe trotz aller Vorbehalte gegen solche Aktionen zusammen mit ein paar anderen mitgemacht, denn Feigheit als Argument gilt nicht, und aus lauter Rechthaberei eine Aktion zu vermasseln, die ja doch auch positives bringen kann, könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Es kostet ansonsten außer ein bischen Mut nicht viel, also gebe ich ihr eine Chance, schon weil mangelndes Engagement unsererseits von der Gegenseite gegen uns benutzt werden kann und ja auch ständig benutzt wird. Darüber das es ansonsten von bekannten Organisationen vor kurzer Zeit vermasselt wurde, einen oder mehrere Abgeordnete einer eigenen Hanfpartei im Europäischen Parlament sitzen zu haben, gibt es bei mir und meinen Freunden keinen Zweifel.

  5. Lörn Mit Jörn

    Angst als Argument zählt tatsächlich nicht.“Bedenken vor dem, was dann kommt“ brauch man nicht zu haben. Man outet sich ja nicht als Konsument, sondern erklärt nur, dass man mit dem Inhalt der Petition einverstanden ist -ein Grundrecht!!

    Bei geschätzten vier Millionen Konsumenten in Deutschland ist das derzeitige Ergebnis ziemlich peinlich bżw. traurig. Ich war einer der ersten, die unterschrieben haben, und es stand keine Polizei vor meiner Tür, und geschossen wurde auch nicht auf mich. Eine Hausdurchsuchung wegen der Teilnahme an einer Petition ist schlichtweg ausgeschlossen.

    Ich schüttle virtuell die Hand Polens, die offensichtlich mehr Pfeffer im A**** haben als wir….oder nicht so eingeschüchtert sind wie wir!? Über die Ursache der Passivität der Deutschen lässt sich nur spekulieren…aber dass WIR JETZT etwas ändern können, liegt ganz klar auf der Hand!!

  6. Robin Hood

    ich denke, die Beteiligung ist in Deutschland gering wegen der massiven Repressalien denen man LEIDER ausgesetzt ist. Solange der (auch noch gewählte) Staat solch eine harmlose Pflanze mit solchen Mitteln bekämpft herrschen Angst um Durchsuchung und Festnahme. Aber so regiert ein feiger Staat halt…

  7. Oli

    Eier,wir brauchen Eier…ihr armen Verkappten Kiffer….ich Rauche selbst aber ich stehe zu meinen von Gottest gabe …diese Schöne Pflanze:)

  8. Monsen

    Warum eigentlich eine Legalisierung? Einfach nicht erwischen lassen! Meinen Genuss-Konsum möchte ich mir nicht auch noch vom Staat durch Steuerzahlung, registerliche Eintragungen, Einschränkung der Sorten…etc, etc… reglementieren lassen. Für Nutz- u./o. Medizinalhanf völlige Freigabe.

  9. Ralf

    Dazu kommt auch noch die Gefahr der Übernahme unserer Pflanze von Monsanto, Dupont (Der Miterfinder und Hauptbeteiligter an der Verschwörung gegen uns und unsere Pflanze) Nestle, BASF, Bayer und Konsorten. Ich bin auch sehr am Zweifeln, ob ich bei diesem kriminellen Wirtschaftssystem mit seinen noch kriminelleren Patenten auf Gene von Lebewesen, unsere Pflanze überhaupt legalisiert haben will. Noch ist sie in den Händen seriöser, meist traditionell lebender und wirtschaftender Menschen. Danach kann man sich an zehn Fingern ausrechnen wie lange es noch dauert, bis diese kriminellen Nahrungsmittel Großkonzerne (Für mich sind das alles nur NAZI-Strukturen ) auch unsere Pflanze genetisch versauen werden.Es ist absehbar daß aus diesen Machenschaften wieder kriminalisierte Menschen erzeugt werden, die ihr eigenes Saatgut züchten und vertreiben wollen und gegen solche Großverbrecher im Untergrund kämpen müssen wie eh und je.

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