Mittwoch, 2. Juli 2014

Grüne diskriminiert Hanf Konsumierende

Nina Stahr (Bündnis 90/Die Grünen) verhöhnt Opfer der Prohibitionspolitik

 

Nina-Stahr-Pressefoto
Radikale Fundamentalistin in Sachen Drogenpolitik: Nina Stahr Bündnis 90/ Die Grünen) Foto: Reiner Kurzeder

 

Spätestens seit den  unhaltbaren Äußerungen von Renate Künast sollten Politikerinnen in der Hauptstadt wissen, dass das Thema mit wahlentscheidend sein kann, weil es in Berlin präsenter ist als in jedem anderen Teil der Republik. Nina Stahr, Abgeordnete der Bezirksverordnetenversammlung im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, hat ihre Partei sowie sich selbst mit ihrem Statement zu dem beantragten Coffeeshop-Modellversuch, für Verfechter einer Evidenz basierten Drogenpolitik unwählbar gemacht.

 

“Das Risiko, schlechtes Zeug zu nehmen, muss niemand eingehen, wer es trotzdem macht, hat bereits ein Suchtproblem.”

 

Der Modellversuch wurde abgelehnt. Selbstredend hat auch die Fraktion in Charlottenburg-Wilmersdorf einen ähnlichen Antrag der Piraten dann als Teil der rot/grünen Mehrheit den Coffeeshop-Modellversuch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause abgelehnt. Angesichts der 200 Bleivergifteten in Leipzig und der zahlreichen nicht dokumentierten Fälle von Konsumenten, deren Gesundheit aufgrund von Streckmitteln bereits geschädigt wurde, ist das Statement Stahrs ein Schlag mitten ins Gesicht des eigenen Klientels, zu dem viele der 98% Prozent aller Konsumierenden ohne problematisches Konsummuster gehören.

 

Das schreit geradezu nach einer Entschuldigung bei den Betroffenen, zu denen auch all die Patienten gehören, die sich 500 bis 2000 Euro im Monat für legales, medizinisches Cannabis, das keine Kasse bezahlt, nicht leisten können und so ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt kaufen müssen. Monika Herrmann, die aufgrund der starken Stellung ihrer Partei wenigstens aus Charlottenburg-Wilmersdorf auf Unterstützung aus dem Bezirksparlament gehofft hatte, verliert so zudem wichtige, potentielle Mitstreiter auf dem Weg zum ohnehin schwierig durchsetzbaren Antrag.

 

Frau Stahr hat vor ihrer Entscheidung, anders als Frau Herrmann, nie den Kontakt zu den Konsumenten oder Patienten gesucht. Betroffene, die den Dialog mit der Volksvertreterin suchen, können über Facebook oder Twitter mit ihr in Verbindung treten.

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33 Kommentare
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Toxic
Toxic
7 Jahre zuvor

Was kann man schon anderes von allen heutigen Politdarsteller erwarten!
Wenn die monetären Schäfchen im Trockenen sind, zeigen alle immer die selbe Fratze gegenüber den Wähler.
http://www.file-upload.net/download-9154917/politicians-before-after-election.jpg.html

frank merten
frank merten
7 Jahre zuvor

Na ja, diese grünen Opportunisten brauchen wir wirklich nicht.

X-KIFFER
X-KIFFER
7 Jahre zuvor

ES wird Zeit das die grüne Partei den gleichen Weg geht wie die FDP.

Zitat K(ü)nast: “Ein Leben ohne Drogen ist besser”

WIR hatten bereits Leute in Deutschland die meinten entscheiden zu dürfen was “gutes Leben” und was “unwertes Leben” ist. Das waren die Faschos im 3. Reich, die sogenannten “Braunen”.

WIR wollen nicht nochmal das Gleiche in Grün!

WIR wissen mittlerweile welche Folgen faschistisches Gedankengut und Intoleranz hat.

WIR wollen eine tolerante liberale Gesellschaft in der Andersartigkeit nicht verfolgt sondern akzeptiert wird!

DESHALB:
Weg mit den Umweltfaschisten!
Wählt niemals Grün!
Macht Antiwerbung gegen Grün bei jeder Gelegenheit!
Wehret den Anfängen!

Scheiße ist normalerweise Braun aber sie kann auch Grün sein!

Substi
Substi
7 Jahre zuvor

Und wen brauchen wir noch nicht lieber Herr Merten?
Wir brauchen jede Stimme, wen wir den und diesen und jenen nicht brauchen, wird’s nichts mit der Abschaffung der Prohibition und der damit einher gehenden Kriminalisierung!
Steuber hat mal gesagt:”Wer die Legalisierung von Cannabis befürwortet, nimmt den Tod von tausenden Jugendlichen in kauf…!”
Das verbuche ich unter gefährliches Halbwissen und genau dieses Unwissen der Politiker macht alles zu nichte!

moep
moep
7 Jahre zuvor

Nach dieser Logik: Komisch dass die Leute Alkohol trinken, wenn sie doch wissen dass es schädlich für sie ist. Müssen Süchtige sein. Gebt der Frau einen Doktortitel!

Toxic
Toxic
7 Jahre zuvor

@X-Kiffer Zitat: “WIR wollen nicht nochmal das Gleiche in Grün!” Wir haben es bereits! Nur mit der oktroyierten grünen Brille braucht man es nicht sehen, nocht nicht! Zitat: “WIR wissen mittlerweile welche Folgen faschistisches Gedankengut und Intoleranz hat.” Wir wissen es vielleicht, aber erleben und sehen es jeden Tag von den Verwaltungen, Regierungen und dulden es, wie unsere Vorfahren es geduldet haben. Und das bereits seit Jahrzehnten! Das Spiel hat schon lange begonnen, und die meißten wissen noch nicht, daß sie es bereits verloren haben, oder wollen es einfach noch nicht wissen. Wir werden doch genauso von oben diktiert, wie es früher war, oder hast du den Eindruck, daß du mehr Mitspracherecht hast? Subjektiv haben wir es, allerdings werden unsere… Weiterlesen »

Bobel
Bobel
7 Jahre zuvor

Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Zehlendorf gibt es nicht, dafür aber Charlottenburg-Wilmersdorf.

Anon
Anon
Antwort an  X-KIFFER
7 Jahre zuvor

Sie ist immernoch braun, trägt jetzt nur ein grünes,rotes oder schwarzes Kleidchen :.(

Littleganja
Littleganja
7 Jahre zuvor

Im Prinzip hat sie recht………
Jedoch die Menschen die eben Süchtig sind sollten schon die Möglichkeit haben an guten sauberen Stoff zu kommen, egal was!

Substi
Substi
Antwort an  Littleganja
7 Jahre zuvor

Das erzähl dann bitte mal den Kranken, die Cannabis zur Therapie gebrauchen, ja genau GE-BRAUCHEN, denn wenn es zur Therapie benutzt wird ist es ein Gebrauch und kein Mißbrauch. Schade, daß diesen Unterschied nicht mal unsere Leutz erkennen! :*-(

Lars Rogg
Lars Rogg
7 Jahre zuvor

Nur eine Frage der Zeit bis sich das unreflektierte Pack selbst in die Versenkung politisiert hat. Sich über vom Staat zu Opfern gemachte Menschen auch noch Zynisch zu äusern, ist der Gipfel charakterloser Politik. Die grünen von vor 30 Jahren würden dieses Menschenverachtende Heißluftgebläse hochkant rauswerfen. Ein Indikator, wenn nicht gerade ein Parade Beispiel für angepasste, unfähige und Geschichtsvergessene Berufspolitiker ohne Bezug zu Menschen und das wahre Leben.
In 10 Jahren sind die grünen (wie die FDP) nur noch eine Fußnote der Geschichte….

WuselWu
WuselWu
7 Jahre zuvor

Baaaah, was mich solches unsinnige Gemurmel selbsternannter “Fachleute” auf die Palme treibt!

Ich bin Schmerzpatientin und kämpfe gerade mit mir, ob ich einen Versuch starten und die Ausnahmegenehmigung beantragen soll, aber da ich im tiefsten Bayern lebe, scheue ich mich davor.
Hier unten kann man doch schon fast davon ausgehen, dass die Polizei einem bei Antragstellung gleich erstmal einen Hausbesuch abstattet – schließlich muß bei einem, der auf Cannabis als Medikament setzt, mit dieser gefährlichen Droge Erfahrung haben! Da wird schon was zu finden sein……
Und diesen Streß kann ich echt nicht auch noch brauchen.

Ich bin psychisch eh angeschlagen, zucke bei jeden Türklingeln zusammen, und dann vielleicht noch sowas?!

reefermadness
7 Jahre zuvor

die muschie steckt sich doch auch nur die zigaretten ins gesicht und weiss nicht wovon sie redet….. Als die BAT ihn bat, den Umsatz ihrer Lucky Strike Zigaretten zu steigern, befragte Bernays den führenden Schüler seines Onkels in New York Abraham Brill nach den symbolischen Mehrwert der Zigarette für das weibliche Unbewusste. Der bestätigte ihm den phallischen Symbolcharakter der Zigarette als Zeichen männlicher Macht und verwies auf den freudschen Penisneid als unbewusste Motivation von Frauen im Umgang mit Zigaretten hin. Tatsächlich galt vor allem öffentliches Rauchen für Frauen zu dieser Zeit als Tabu. Bernays versuchte das Rauchen auch für Frauen akzeptabel und attraktiv zu machen. Er beeinflusste dazu unter anderem die Modeindustrie den typischen Grünton der Lucky Strike Packungen zur… Weiterlesen »

moep
moep
Antwort an  WuselWu
7 Jahre zuvor

Am besten befragst du die “Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin” dazu, ob die Polizei davon überhaupt erfährt.

Bobel
Bobel
Antwort an  Bobel
7 Jahre zuvor

Schön, dass die Redaktion den Fehler erkannt und berichtigt hat. Weniger schön, dass die Redaktion für den Hinweis nicht Dankeschön sagt.

Nina
Nina
7 Jahre zuvor

Bevor Ihr das nächste mal jemanden so an den Pranger stellt, fragt doch bitte mal nach. Ich muss mich von Bild und BZ kritisieren lassen, dass ich die THC statt FDP-Aufkleber im Wahlkampf verteilt hab, und heute soll ich eine Fundamentalisten gegen Drogen sein? Sorry, aber das ist echt Blödsinn. Die Berliner Woche sollte in Zukunft einfach mal richtig zitieren, dann gäbe es solche Missverständnisse nicht… Hier meine Richtigstellung: ninastahr.de/2014/07/02/240/

Susanne Winter
Antwort an  Bobel
7 Jahre zuvor

Dankeschön 😀

Papa
Papa
7 Jahre zuvor

Schaut euch doch Stuttgart an, Grüner Landesvater und echt ne schlimme Ecke für Konsumenten.
Sagt selbst von sich er habe während dem Studium mal nen Joli geraucht aber tut nix im gegenteil.

elmo
elmo
Antwort an  Nina
7 Jahre zuvor

Erstmal respekt, dass Sie oder Ihr Pressevertreter sich hier zu Wort melden. Dennoch will ich dann mal auf Ihre Richtigstellung eingehen. “Ich habe gesagt, dass sich jeder frei entscheiden kann, ob er konsumieren möchte oder nicht. Bei Konsumentinnen und Konsumenten, bei denen diese Entscheidungsfreiheit nicht mehr gegeben ist, besteht durchaus eine Suchtproblematik.” Dieser Satz im Zusammenhang mit der Problematik von gestreckten Drogen lässt 2 Schlüsse zu: Schluss a: “Jeder der bei gestrecktem Zeug nicht ablehnt, muss süchtig sein, weil seine freie Entscheidung beeinflusst sei und nicht rational” – Das alleine ist schon eine Frechheit. Das ist als sagte man, jeder hat das Recht zu töten, aber wenn er es wirklich tut, muss er behandelt werden, weil es ja wissenschaftlich nicht… Weiterlesen »

Substi
Substi
Antwort an  elmo
7 Jahre zuvor

Dem ist erstmal nichts hinzu zu fügen!
Danke!