Dienstag, 1. April 2014

Grüne Abgeordnete gründen Cannabis Social Club in Stuttgart

Neun Fraktionsmitglieder wollen politisches Zeichen setzen

Die ersten Pflanzen der "Grünen Blume Stuttgart"
Die ersten Pflanzen der „Grünen Blume Stuttgart“

Da sich die Grünen mit ihren Positionen zu Cannabis in Baden-Württemberg nicht gegenüber dem kleinen Koalitionspartner behaupten können, hat ein Teil der Landtagsfraktion beschlossen, auf eigene Faust einen Cannabis-Social-Club zu gründen. Die neunköpfige Gruppe abtrünniger Abgeordneter hat der Redaktion heute ein internes Papier zur gestrigen Gründungsversammlung zukommen lassen.
„Die unzeitgemäße und nicht Evidenz basierte Drogen- und speziell die Cannabispolitik der Regierung Mappus wird in Baden-Württemberg unter Grün/Rot nahtlos fortgesetzt. Die Repression gegen Hanfkonsumierende hat erschreckende Ausmaße erreicht, zudem wird das Verwaltungsrecht gegen Konsumierende als „Ersatzstrafrecht“ angewendet, Stichwort Führerscheinentzug. Da es der Koalition bislang nicht gelungen ist, sich auf eine gemeinsame Neuorientierung in der Drogenpolitik auf Landesebene zu einigen, haben wir uns entschlossen, mit der Gründung des Cannabis Social Clubs „Grüne Blume Stuttgart i.Gr.“ ein politisches Zeichen zu setzen. An der Gründungsversammlung am Abend des 31.3.2014 nahmen neun Fraktionsmitglieder, ein Rechtsanwalt sowie ein gelernter Gärtner teil, der sich um die Pflanzen des Clubs kümmern wird.“ Die Mitglieder des Clubs haben in ihrem Schreiben angekündigt, vorerst anonym bleiben zu wollen, um die Arbeit der Koalition nicht zu gefährden.

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