Montag, 10. Februar 2014

Kascha Februar 2014

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL
Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Grafik: Archiv
Grafik: Archiv

Anonym (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:

„Hallo liebes Hanfjournalteam,

Seit einem Bericht im TV über Deos mit Aluminiumchlorid und deren Bezug auf ein gesteigertes Krebsrisiko frage ich mich, ob es klug ist, einen Grinder aus Aluminium zu kaufen. Wäre doch mal einen Bericht wert. Zudem ihr schon über Streckmittel, legal highs und sonstige Qualitätsfragen unseres Lieblingskrauts berichtet habt und versucht über gefahrlosen Konsum aufzuklären.“

Kascha antwortet:

„Hi lieber Leser,

zunächst muss ich dazu natürlich bemerken, dass ein Alu-Grinder nicht aus Aluminiumchlorid besteht, sondern aus dem Metall Aluminium. Die Bedenken, die für Aluminiumchlorid, zum Beispiel in Deos, gelten, kann man da nicht eins zu eins übertragen. Tatsächlich gibt es aber auch bei Aluminium Gesundheitsbedenken, so steht es im Verdacht, ein Risikofaktor bei der Entstehung von Alzheimer zu sein. Das ist aber nicht bestätigt und spielt eine größere Rolle bei Kochgeschirr aus Aluminium oder beispielsweise bei der beliebten Alufolie. Das mit einem Grinder gegrindete Gras wird ja in der Regel geraucht – bei einer Temperatur von im Schnitt nicht mehr als etwa 1.000 °C. Aluminium verdampft allerdings erst bei knapp 2.500 °C, daher würden wohl die meisten Alu-Rückstände einfach mit der Asche im Aschenbecher landen. Solange der Grinder also einigermaßen anständig gefertigt ist und nicht durch Schleifstellen Aluminiumabrieb produziert, den du eventuell beim Rauchen als feinen Staub inhalieren könntest, dürfte ein Aluminiumgrinder kein Problem darstellen. Insbesondere mit Hinblick auf das Krebsrisiko ist die Beimischung von Tabak meiner Meinung nach als weitaus problematischer einzuschätzen.“

 

Maximilian (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„Hallo liebes Hanfjournal,

Ich bekomme seit ca. einem halben Jahr, vielleicht auch schon länger, immer wieder mal mehr, mal weniger extreme Niesanfälle und eine verstopfte Nase. Konsumieren tue ich regelmäßig seit 3 Jahren und das meistens durch Joints.

Ich habe das jetzt weitestgehend so beobachtet, dass ich wirklich sagen kann, dass diese allergische Reaktion vom Kiffen kommt, unabhängig von der Grassorte oder anderen Faktoren.

Natürlich habe mich auch schon im Internet darüber erkundigt, bin aber bis jetzt auf keine hilfreiche Lösung gestoßen.

Habt ihr vielleicht eine Ahnung was ich dagegen machen könnte, weil es sehr unangenehm ist und ich eigentlich nicht vor habe, das Rauchen deswegen aufgeben zu müssen?“

 

Kascha antwortet:

„Hallo Maximilian,

tatsächlich ist es ein zwar nicht besonders häufiges, aber dennoch verbreitetes Phänomen, dass Leute vom Kiffen niesen müssen. Es gibt auch Vermutungen, dass es sich um eine Hanfallergie handeln könnte – ein Allergen, also ein allergieauslösender Stoff, wurde allerdings noch nicht gefunden. Wer vor allem bei Outdoor-Gras mit Niesreiz und roten Augen reagiert, ist vielleicht allgemein gegen verschiedene Blütenpollen allergisch: Vor allem an harzigeren Sorten bleiben Blütenpollen von allerhand anderen Pflanzen kleben, die dann beim Drehen des Joints auch ins Gesicht kommen und zu Reizung führen können. Weibliche Indoor-Pflanzen dürften weitestgehend frei von Blütenpollen sein: Diese bilden sich ja nur an „Männchen“, und diese werden vor der Blüte aussortiert. Verschiedentlich gibt es Berichte, dass „Prick-Tests“, also Allergietests beim Arzt, vereinzelt positiv auf Proben aus Hanfblüten angeschlagen sind. Ob die Blüten selbst oder Verunreinigungen die allergische Reaktion ausgelöst haben, lässt sich so allerdings nicht feststellen. Tatsächlich scheint es eine Häufung allergischer Reaktionen auf Cannabis zu geben, wenn es gleichzeitig eine Tabak- oder Tomatenallergie gibt.

Kurz gesagt: Es ist vielleicht eine allergische Reaktion, möglicherweise auf irgendeinen Stoff aus der Hanfblüte. Viele Betroffene haben weniger Probleme, wenn sie Haschisch rauchen, auch scheinen in Einzelfällen Sativa-Sorten weniger allergische Reaktionen auszulösen als harzreiche Indica-Sorten.

Vielleicht hilft dir auch eine andere Konsumtechnik, bei der dein Gesicht weniger in Kontakt mit den Blüten kommt, zum Beispiel eine Bong oder langstielige Pfeife oder ein Vaporizer. Bei einem Joint verschmierst du beim Drehen ja immerhin allerhand potentielle Allergene auch auf dem Paper und somit auch am Mundstück. Vielleicht hilft dir auch ein Aktivkohlefilter, der die Blütenpollen aus dem Rauch filtert.“

 

Roman (23) aus Dortmund hat eine Frage:

„Hi Kascha,

ich wollte auch mal probieren, Cannabis zu essen. Ich stehe aber nicht besonders auf Süßkram wie Kekse oder Brownies – ich finde immer nur Backrezepte im Internet. Gibt es auch herzhafte Rezepte mit Gras, kann ich das zum Beispiel ins Chili con Carne oder in eine Bolognese-Sauce tun?“

 

Kascha antwortet:

„High Roman,

na klar kannst du das tun! In der Regel sind Süßwaren wegen dem „Munchies“ so beliebt, aber jeder hat einen anderen Geschmack und sicher bevorzugen viele Kiffer lieber etwas kräftiges, wenn sie ihr Gras essen wollen. Bei solchen Gerichten ist nur die Dosierung etwas komplizierter: Wie viel Gras tut man in einen großen Topf Chili? Kocht man portionsgerecht, zum Beispiel einen kleinen Topf für 2-3 Personen, dann ist das etwas einfacher. Manchmal geht es aber auch ganz einfach: Man kann zum Beispiel ein saftiges Steak von beiden Seiten ordentlich anbraten, dann mit feingegrindetem Gras panieren und ein paar Minuten im Ofen fertigbacken. Wer es etwas heftiger mag, tut noch Ganja-Kräuterbutter oder Ganja-Knoblauchbutter obendrauf – Rezepte für Ganjabutter kann man im Internet finden. Und die ist ein echtes Allroundtalent in der Cannabisküche: Man kann sie auf die Spaghetti tun, nachdem man das Wasser abgegossen hat, man kann sie aber auch direkt in die Bolognese-Sauce geben. Oder in den Kartoffelbrei: Eigentlich setzt nur der manchmal etwas gewöhnungsbedürftige Geschmack der Phantasie Grenzen. Und das Gras selbst sollte weder all zu scharf angebraten noch zu lange mitgekocht werden, denn dabei würde unnötig viel THC verloren gehen.“

 

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