Montag, 10. Februar 2014

DVD Tipps Februar 2014

Lone Ranger“

 

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Bild: S&L Medianetworx

 

Die im Sommer 2013 in die Kinos gekommene Neuverfilmung der Kultserie ‚The Lone Ranger‘ im Spielfilmformat, erzählt noch einmal die Geschichte des anfangs etwas steifen Anwalts John Reid (Armie Hammer), der nach dem Tod seines Bruder zum Texas Ranger wird und bald die schwarze Maske aufsetzt – seinem Markenzeichen – um gegen das Böse zu kämpfen. Reid und sein späterer Weggefährte der Indianer Tonto (Johnny Depp) begegnen sich zum ersten Mal in einem Zug, der Tonto und den Schwerverbrecher Cavendish befördert. Cavendish ist der Bruder des Managers einer Eisenbahngesellschaft, die verbotener Weise eine neue Eisenbahnstrecke durch Indianergebiet legen will. Ihm gelingt die Flucht aus dem Zug. Als Reid und die Texas Ranger-Truppe seines Bruders die Verfolgung aufnehmen, geraten sie in einen Hinterhalt, den nur Reid knapp überlebt. Tonto nimmt sich seiner an, da Reid von einem weisen Pferd zum Seelenwanderer erklärt wurde und die beiden stellen sich Cavendish und den profitgierigen Teilhabern der Eisenbahngesellschaft entgegen. Im Verlauf ihres Kampfes wird aus dem einst so verstockten John Reid der Lone Ranger und ein echter Held. Außerdem wird klar, welche Gründe Tonto wirklich bewegen gegen Cavendish und seine Männer in die Schlacht zu ziehen.

Die Besetzung kann sich sehen lassen. Neben Helena Bonham Carter (Fight Club, Alice im Wunderland), Ruth Wilson (Anna Karenina) oder William Fichtner (Armageddon, Pearl Harbor) bilden Hauptdarsteller Johnny Depp und Newcomer Armie Hammer ein gegensätzliches und daher recht amüsantes Heldenpaar. Produzent Jerry Buckheimer, auf dessen Kappe auch Erfolgsgeschichten wir ‚Fluch der Karibik‘ gehen und Regisseur Gore Verbinski lassen Depp, wie auch schon in der Piratensaga, in die Rolle des verschrobenen und dennoch sympathischen Einzelgängers schlüpfen, die damals Captain Jack Sparrow zum Publikumsliebling machte.

Die Charaktere lassen einen darüber hinwegsehen, dass das Drehbuch wahrhaftig kein Meisterwerk ist. Daher wird die Neuverfilmung wohl im Gegensatz zum Lone Ranger nicht in die Geschichte eingehen. Angenehme Sonntagabend-Unterhaltung bietet sie jedoch allemal. „Lone Ranger“ ist seit dem 5. Dezember auf DVD und Blu-ray inklusive umfangreichen Bonusmaterials erhältlich.

 

„Jack Taylor Vol. 1“

 

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 Bild: Glücksstern PR

 

Jack Taylor war einer der wenigen nicht korrupten Bullen in Galway bis man ihn raus warf, weil er einem bestechlichen Minister bei einer Verkehrskontrolle ins Gesicht schlug. Seitdem schlägt er sich als Privatdetektiv durch und befasst sich mit Fällen, die für die Polizei zu unbequem oder unlösbar sind. Dabei ist Jack alles andere als ein strahlender Held. Seine ‚Operationszentrale‘ ist eine Bar, in der er gleichzeitig immer wieder seinem Alkoholismus verfällt und nicht selten mit einem Filmriss aufwacht. Das Verhältnis zu seiner Mutter ist mehr als gespalten und mit engeren sozialen Kontakten tut er sich generell schwer. Trotzdem schafft er es nicht zuletzt wegen der Hilfe, der jungen Polizistin Kate (Nora Jane Noone) und seines Partners Cody (Farraher Killian Scott) – für den Jack trotz allem ein Held ist – Selbstjustiz übenden Geheimorganisationen, perversen Psychopaten und alten Verschwörungen auf die Schliche zu kommen. Dabei wühlt er beharrlich immer wieder in der Vergangenheit der Bewohner Galways, wodurch er vielen ein Dorn im Auge ist und sich mehr als einmal in Lebensgefahr begibt.

Als Vorlage für die Drehbücher dienten die Romane der Jack-Taylor-Reihe von Ken Bruen, die ebenfalls ins Deutsche übersetzt wurden. Die Romane des preisgekrönten Autors werden dem Genre des ‚Irish Noir‘ zugeordnet, weil er die irische Gesellschaft sehr kritisch beleuchtet und die dunklen Seiten der Insel aufdeckt.

Die Filme zeigen Irland von seiner abgewrackten und wenig charmanten Seite. Anstatt grüner Hügel und putziger Schafe kommt man mit dem Teil der Bevölkerung in Kontakt, bei dem der Aufschwung des beginnenden Millennium nie ankam oder die unter den konservativ-katholischen Dogmen der Insel bis heute leiden. Allen voran die ‚gefallenen Mädchen‘, die bis Mitte der 1990ger Jahre in katholischen Wäschereien schuften mussten und von den Nonnen im Namen des Herrn gequält und misshandelt wurden, um auf den ‚rechten Weg‘ zurück geführt zu werden.

Jack Taylors Fälle sind spannend und kommen dabei ganz ohne übertriebene Prügeleinlagen und wilde Explosionen aus. Dabei zeigen sie ein Irland, das man sonst nur selten zu sehen bekommt. Bis jetzt gibt es neun Fälle des eigenwilligen Privatdetektivs von denen nun sechs am 09.12.2013 gesammelt auf DVD bei edel:motion erschienen sind.

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