Mittwoch, 27. November 2013

Die nächste Cannabis-Tote in Malaysia

Thailänderin muss hängen

schaedel
Dem Tode geweiht: Hanf-Fachhändler in Malaysia

In Malaysia verurteilte Richter Mohd Zaki die 36-jährige Thitapah Charoenchuea am Montag wegen des Besitzes von 18 Kilogramm Hanfblüten zum Tode. Die Frau, Mutter einer 10-jährigen Tochter, hatte ausgesagt, sie habe lediglich auf zwei Koffer eines Herrn „Adi“ aufgepasst, die ihr dann zum Verhängnis geworden seien. Das Gericht schenkte ihrer Version keinen Glauben, obwohl der selbe Richter erst vor zwei Monaten einen ähnlich gelagerten Fall verhandelte. Ebenso wie im aktuellen Fall sollte eine im Juli zum Tode verurteilte Thailänderin auf Koffer für einen gewissen Herrn „Adi“ aufpassen, die ihr dann zum „Ver-Hängnis“ wurden. Richter Mohd Zaki verwarf die Aussage über Herrn „Adi“ ohne Nachforschungen in beiden Fällen als Schutzbehauptung und schickte die jungen Frauen in die Todeszelle. Malaysia verurteilt regelmäßig Hanf-Fachhändler zum Tode, erst im Juli hatte Richter Datuk Azman Abdullah drei junge Männer zum Tode wegen Cannabis-Handels verurteilt. Seit unserem letzten Bericht Ende Juni 2013 waren es bis dato schon wieder fünf auf Hanfhandel beruhende Todesurteile. Das Landesgesetz schreibt die Todesstrafe für Dealer jedweder illegalisierter Substanzen zwingend vor, bei Hanfblüten gelten bereits 200 Gramm als zwangsläufig tödliche Menge.

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