Dienstag, 1. Oktober 2013

DIY – Mach es dir selbst:

Stecki-Bubbler

Autor: Konoptikum / Übersetzung: mze

Foto: Konoptikum

Wicky Cloner

Bauteile:
2 gleiche Boxen (z.B. Eiscreme)
Bewässerungsdocht (aus dem Baumarkt, 1 Meter)
Perlite (Growshop, 1 Liter)


Wicky Cloner

Diese Variante funktioniert trotz oder gerade aufgrund der extrem geringen Kosten und ob der Einfachheit seiner Bewässerung verblüffend gut. Der Cloner besteht aus zwei verbundenen Gefäßen. Das Reservoir für die Nährlösung steht unter einer zweiten, mit Perliten gefüllten Box, in der sich die Stecklinge befinden. Die Feuchtigkeit wird durch den Bewässerungsfaden, der durch ein Loch aus dem oberen Gefäß mit dem unteren und somit der Nährlösung verbunden ist, aufgrund der Kapillarkräfte nach oben befördert. So ein Faden liefert den Pflanzen eine ausreichende Menge Feuchtigkeit und Ihr müsst das Wasser in dem unteren Gefäß wirklich erst nachfüllen, wenn es fast leer ist. Eine passende Kordel bekommt Ihr im Baumarkt oder besser in einer Seilerei. Falls Ihr die Steckis in einem festen Medium anwurzeln lassen wollt, oder sie nach der Bewurzelungsphase transportieren müsst, könnt Ihr im Wicky Cloner natürlich auch Steinwollwürfel, Easy Plugs oder Torfquelltöpfe verwenden. Perlite und Faden regeln die notwendige, hohe Luftfeuchtigkeit selbst, auch wenn Ihr mal ein paar Tage außer Hause seid. Die Distanz der beiden Gefäße voneinander bestimmt die Wassermenge, die der Faden transportiert: Je größer der Abstand ist, desto weniger Wasser wird transportiert. Es reicht eigentlich schon, ein paar stabile Plastikstreifen (z.B. Reststücke von Zierleisten) hochkant zwischen die Gefäße zu stellen, so dass die Box mit dem Nachwuchs ein paar Zentimeter über der Nährlösung steht.

In das Wasser können Wurzelstimulatoren gegeben werden, ich persönlich empfehle auch hier wieder die Bio Variante aus Weidenextrakt. Nur beim Umtopfen der Steckis sollte man sehr vorsichtig vorgehen, weil die jungen Wurzeln gerne mit den schweren, nassen Perliten verwachsen und so beim Herausheben leicht brechen. Nutzt Ihr den Cloner richtig und gebt Euch beim Umtopfen Mühe, werden Eure Wurzeln schneeweiß, stark und resistent.

Bubble Cloner

Bauteile:
Schüssel (sollte nicht transparent sein, im Notfall mit Klebeband o.Ä. umwickeln)
Plastikdeckel
Sauerstoffpumpe
Sauerstoffstein
Luftschschlauch


Bubble Cloner

Ein Bubble Cloner ist eine einfache Plastikbox, die mit Wasser oder Nährlösung gefüllt ist und mit Hilfe einer kleinen Sauerstoffpumpe die im Wasser baumelnden Wurzeln mit Luft versorgt. Als Grundgefäß ist alles verwendbar, was lichtundurchlässig ist. Licht im Wasser verursacht Algenwuchs, welche dann die Wurzeln zerstören. Außerdem entwickeln sich Wurzel am besten im Dunkeln. Zur Befestigung der Stecklinge können wir wieder Pads aus einer Neoprenmatte schneiden oder sie in Speedgrow-Würfel stecken. Achtet beim Schneiden der Löcher darauf, dass die Pads oder Würfel später stabil in den Löchern stecken.

Falls notwendig wird die ideale Temperatur von 24 Grad mit Hilfe eines Aquarienheizstabes erzeugt. Eine ökologische, billige und effektive Alternative zum Wurzelstimulator ist Weidenextrakt, der eine Menge Wachstumshormone enthält (Hanf Journal #158: “Bio ist nicht gleich Bio“).

Foggaponic Cloner

Bauteile:
Plastik Box (Ikea)
Deckel – irgendein Stück stabiles Material (z.B. ein Plastikschild „Achtung Starkstrom“)
Vernebler und Schwimmer für den Nebler (Growshop)
Neopren-Matte


Foggaponic Cloner

Der Foggaponic Cloner ist der schnellste DIY-Bubbler, da der durch den Ultraschall-Nebler gebildete Nebel genutzt wird, um eine gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit im Wurzelbereich zu erzeugen. Dadurch entsteht ein optimales Luft-Wasser Verhältnis um die Wurzel herum, die sich direkt nach dem Einsetzen über der Nährlösung befinden. Zum Bau verwenden wir eine Box in gewünschter Größe. Den Deckel kann man aus einem Stück dünnen, aber stabilen Plastik ausschneiden und die gewünschte Anzahl Steckplätze mit einem Stift markieren und anschließend knapp 3 x 3 cm große Löcher ausschneiden. Die Löcher sollten ein bis zwei Millimeter kleiner als die später verwendeten Neoprenpads sein, damit die Stecklinge einen festen Stand haben. Zudem sollte man beim Ausschneiden darauf achten, dass der gelochte Deckel gut auf dem Rand aufliegt. Aufgrund seiner Isoliereigenschaften (Gefahr durch Überhitzung der Lösung) und auch wegen seiner zerbrechlichen Struktur ist Styropor als Deckel ungeeignet. Allerdings kann man den Schwimmring für den Vernebler auch aus Styropor schneiden.

Wurzelstimulatoren und Düngemittel sollten aufgrund der empfindlichen Membrane des Verneblers nicht beigemischt werden, da diese sonst schnell verstopfen. Stecklinge kommen in einem Bubbler bestens ohne Zusätze wie Wurzelstimulatoren klar. Die Temperatur des Wasser sollte 24° Grad Celsius betragen. Falls diese deutlich niedriger ist, könnt Ihr einfach eine auf 24° Grad Celsius eingestellte Aquarienheizung ins Wasser hängen, denkt aber vorher daran, dass der Vernebler das Wasser bereits erwärmt. Zur Befestigung der Stecklinge werden kleine Neoprenstücke aus der Matte geschnitten (ca. 3×3 cm) und mit einer scharfen Klinge bis zur Hälfte eingeritzt. In diesem Schlitz kann man die Stecklinge prima festklemmen.
Die Zeitschaltuhr für den Vernebler stellt man sowohl in der Licht- als auch in der Dunkelphase auf „15 Minuten aus/15 Minuten an“. Nutzt man eine digitale Zeitschaltuhr, stellt man diese auf einen noch kürzeren Rhythmus wie zum Beispiel „fünf Minuten an/fünf Minuten aus“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.