Mittwoch, 14. August 2013

Die Hanfberatung im Hanf Journal- Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Autor: Kascha

Grafik: Lukas

Charleen (20) aus Berlin fragt:

„Hi Kascha,
ich habe neulich aus Versehen in meiner Weißwäsche ein Tütchen mit Gras mitgewaschen. Die Plastiktüte hat ganz gut dicht gehalten, ein wenig feucht geworden ist es aber trotzdem und riecht nach Waschmittel. Meinst du, dass ich das, wenn ich es trockne, noch rauchen kann?“

 

 

Kascha antwortet

„Hi Charleen,
ehrlich gesagt würde ich dir davon abraten. Im Gegensatz zur Wäsche wurde das Gras in dem Tütchen wahrscheinlich nicht gründlich gespült, so dass sich auch nach dem Trocknen im Gras noch allerhand Fremdstoffe befinden können: Seife, Duftstoffe und bei Weißwäsche möglicherweise auch optische Aufheller oder Bleichmittel. Diese mitzurauchen ist mit Sicherheit nicht besonders gesund – darauf weist auch der Waschmittelgeruch hin. Ich denke auch, dass dann der Geschmack ein Erlebnis sein dürfte, auf das du gerne verzichten kannst.“

Antonia (19) aus Göttingen fragt:
„Hi Kascha,
Ich möchte einer Freundin zum Geburtstag Grasschokolade schenken. Ich habe aber bisher nur die Idee gehabt und keine Ahnung, ob das überhaupt geht (so wie bei Keksen) und wie man das macht?“

Kascha antwortet

„Hallo Antonia,
tatsächlich geht das, die Suchmaschine deiner Wahl wird dir sicher auch einige ergänzende Informationen liefern. Aber ich erzähle dir zunächst einmal wie das üblicherweise so gemacht wird, damit du eine Vorstellung von den nötigen Materialien und Arbeitsschritten bekommst.
Da Schokolade einen gewissen Fettanteil hat, löst sich das THC ganz gut darin. Dazu wird nur noch etwas Wärme benötigt. Also wird die Schokolade zunächst, oft in einem Kochtopf der im Wasserbad steht, oder vorsichtig in der Mikrowelle, geschmolzen. Das sehr gründlich zerkleinerte Gras wird dann untergemischt und das Ganze wird noch einmal erwärmt. Dann hat man verschiedene Möglichkeiten: Man kann die Masse zu einer Tafel ausgießen, in Förmchen aus einem alten Adventskalender gießen oder einzelne Schokotropfen herstellen, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Manche verwenden auch Kuvertüre und übergießen damit dann Obst oder Kuchen. Viele Grasschokoladenfreunde schwören darauf, die Schokolade dann noch ein bis zwei Tage liegen zu lassen – und sie vorsichtig zu verzehren, denn bei oralem Konsum kann auch ein erfahrener Kiffer bereits nach einem halben Gramm ordentlich in den Seilen hängen.“

Matthias (21) aus Stuttgart fragt:

„Hi Kascha,
ich habe früher mit Haschisch angefangen zu kiffen, kaufe mir in letzter Zeit aber auch gerne mal ein gutes Gras. Mich nervt aber das Kleinrupfen, vom Hasch bin ich eher daran gewöhnt, zu bröseln. Deshalb will ich mir einen Grinder kaufen, da gibt es aber viele verschiedene Sorten. Hast du einen Tipp?“

Kascha antwortet

„High Matthias,
das mit dem Kleinrupfen kann ich verstehen. Abgesehen vom Grinder gibt es da, vor allem für zu Hause, auch die Möglichkeit, ein Messer und ein Brettchen oder einfach eine kleine Schere zu verwenden. Das ist natürlich unterwegs etwas unpraktisch.
Das Material des Grinders ist zunächst einmal egal. Das ist vor allem eine Frage des Preises und der gewünschten Optik – die wichtigen Teile sind in der Regel ohnehin aus Metall.
Beim eigentlichen Mechanismus gibt es allerdings ein paar entscheidende Unterschiede. Im Grunde gibt es drei Typen von Grindern: Zunächst die, bei denen das Gras zwischen kleinen Stäben zerrieben wird. Dann die, bei denen das Gras zwischen einer Art Klingen zerrieben wird, die ähnlich wie die Stäbchen beim anderen Typ positioniert sind. Und drittens die, bei denen das Gras zwischen ineinandergreifenden kleinen Kegeln oder Pyramiden zerrieben wird.
Welchen Typ Grinder du am Ende verwenden solltest, hängt vor allem davon ab, wie dein Gras beschaffen ist:
Für sehr weiche Sativa-Sorten und trockenes Gras, das ohnehin schon fast unter den Fingern zerbröselt, sind Grinder mit Stäbchen gut geeignet. Sie produzieren ein gleichmäßiges und brauchbares Ergebnis und sind recht kostengünstig. Für etwas festeres oder frischeres Gras ist ein Grinder mit Klingen oder dickeren Stäben besser geeignet, da die Stäbchen sich ansonsten schnell verbiegen oder gar abbrechen können. Gerade für Outdoor-Sorten mit festen Fasern und für besonders klebrige, harzige Sorten eignen sich allerdings die Modelle mit Kegeln oder Pyramiden am besten. Bei diesen Grindern kann nicht nur kein Stäbchen abbrechen und nichts verbiegen, das Gras verklebt auch nicht so stark in den Zwischenräumen und lässt sich leicht entnehmen.“

Mario (25) aus Köln fragt:

„Hey Kascha,
ich hab in letzter Zeit vermehrt ein Problem mit den langen schwarzen Papers: Wenn ich holländisch bauen möchte, also mit umgedrehtem Paper, dann kleben sie gar nicht. Wenn ich normal bauen möchte, dann kleben sie zwar, aber schlecht. Was ist da los? Meine Freunde haben schon vermutet, dass eine Charge nass geworden sein könnte? Die Papers fühlen sich auch komisch an. Oder gibt es neuerdings gefälschte Blättchen?“

Kascha antwortet

„Hi Mario,
tatsächlich sind, so hat meine Recherche vor einigen Wochen ergeben, anscheinend bundesweit Fälschungen der schwarzen langen OCB-Papers im Umlauf. Die Firma selbst hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, verstärkt gegen die Fälschungen vorzugehen. Spätis, Tabakläden und sonstige Verkaufsstellen, die gefälschte „OCB slim long“ verkaufen, müssen mit Abmahnungen rechnen. Offenbar scheint das mit den Fälschungen also ernsthafte Ausmaße anzunehmen.
Zunächst hatte ich auch selbst vermutet, dass die Papers feucht geworden sind. Du kannst aber selbst einmal das Experiment wagen und eine Packung Papers in der Nähe deiner Dusche stehen lassen, während du duscht: Wenn du fertig bist, dann ist die Packung aufgequollen und die Papers kleben wie eine Girlande aneinander. So sieht das bei den gefälschten Papers nicht aus. Aufgrund der anderen, etwas steiferen Papierqualität sind die Fälschungen allerdings relativ einfach zu erkennen.“

Kascha ist per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht.

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