Mittwoch, 17. Juli 2013

Cannabis-Fachgeschäft als Sofortmaßnahme gegen Straßendealer

Berlin-Kreuzberg: „Das Problem ist allein mit polizeilichen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen“

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So geht’s doch auch…

Im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg wird seit einigen Jahren Cannabis verkauft- mit allen negativen Auswirkungen, die der Schwarzmarkt mit sich bringt: Fehlender Jugendschutz, Belästigung Unbeteiligter sowie massive Polizeipräsenz sorgen bei allen Beteiligten, den Anwohnern, den Konsumenten und den kriminalisierten Hanf-Fachverkäufern für Unsicherheit und ein Klima der Angst. Besonders die Verkäufer leiden, ähnlich wie Prostituierte vor der Legalisierung ihrer Tätigkeit, unter den nicht selten rassistischen Anfeindungen von Passanten und Anwohnern sowie den Maßnahmen der Polizei.
„Das Problem ist allein mit polizeilichen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen“, sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber dem Tagesspiegel. Auch der zuständige Stadtrat Hans Panhoff (Grüne) äußerte gegenüber der Zeitung, die derzeitige Situation sei auf eine falsche Drogenpolitik zurückzuführen.

Körperliche Übergriffe im Park seien nach Polizeiangaben die große Ausnahme, es handele sicher vielmehr um ein „subjektives Unwohlsein“ beim Durchqueren des Parks. Jetzt fordert die Initiative „Unser Görli“ gegenüber Tagespiegel und BZ die Einführung von sogenannten Drogenlotsen, die Menschen beim Durchqueren des Parks vor aufdringlichen Verkäufern schützen sollten.

Als Reaktion auf die Idee der Einführung eines Geleitschutzes für Parknutzende hat sich heute der DHV mit einem alternativen Vorschlag zu Wort gemeldet: „Ein Cannabis-Fachgeschäft, also ein regulierter Markt für Erwachsene, würde die Probleme aller Betroffenen im Stadtteil Kreuzberg mit einem Schlag lösen. Alle anderen Maßnahmen haben lediglich kosmetische Wirkung und fördern den Cannabiskonsum Minderjähriger“, so Maximilan Plenert vom Deutschen Hanfverband.

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