Freitag, 28. Juni 2013

Online-Umfrage zu Legal Highs 2013

Wissenschaftliche und anonyme Umfrage zum Konsum von „Legal Highs“

„Die gesundheitlichen Risiken, die durch den Konsum dieser Produkte entstehen können, sind noch weitestgehend unerforscht.“

Das Centre for Drug Research an der Goethe-Universität Frankfurt am Main führt zum zweiten Mal eine Umfrage zu „Legal Highs“ unter Konsumierenden durch. Mit dem Begriff „Legal Highs“ werden neue psychoaktive Substanzen bezeichnet, die als „Räuchermischungen“, „Badesalze“ oder „Research Chemicals“ im Internet angeboten werden und zumeist nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt sind. Die gesundheitlichen Risiken, die durch den Konsum dieser Produkte entstehen können, sind noch weitestgehend unerforscht. Mit dieser Umfrage sollen Erkenntnisse über die Erfahrungen von Konsumierenden mit diesen Substanzen gewonnen werden, um diese dann zur Entwicklung von Präventionsangeboten und -hinweisen zu nutzen. Diese Umfrage ist Teil des EU-Projekt „SPICE II Plus“ unter Leitung von PD Dr. Volker Auwärter am Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg.

Das Centre for Drug Research 

Das Hanf Journal berichtet regelmäßig über die Forschungsergebnisse des Centre for Drug Research an der Universität Frankfurt. Es wurde 2001 u.a. von Prof. Dr. Henner Hess und Dr. Bernd Werse als Einrichtung der sozialwissenschaftlichen Drogenforschung gegründet und ist dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung der Goethe-Universität Frankfurt/Main angegliedert.
Das Zentrum verknüpft empirische Forschung mit akademischer Lehre und finanziert sich ausschließlich über Drittmittel. Während sich Professor Hess mittlerweile im Ruhestand befindet, ist Dr. Bernd Werse ein viel gefragter Experte, dessen Forschungsergebnisse zu Legal Highs bundesweit für Aufklärung sowie Aufsehen sorgten.
Sein Institut hatte 2009 die erste Pilotstudie zu Spice und anderen Räuchermischungen durchgeführt. Seitdem wird Werse nicht müde, die Bundesregierung auf Grundlage seiner Forschungsergebnisse vor genau der rigiden Verbotspolitik zu warnen, die den Konsumenten Monat für Monat neue, künstliche und brandgefährliche Drogen beschert. Deshalb ist es auch von immenser Wichtigkeit, möglichst viele Teilnehmenden für die aktuelle Umfrage zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.