Freitag, 10. Mai 2013

Mit Cannabis gegen Kokain-Paste

Modellprojekt startet in Bogota

Hanf heilt…

Camilo Borrero war selbst jahrelang abhängig von „Basuco“. Bei Basuco (oder auch „Paco“) handelt es sich um Kokainsulfat, ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kokain. Es entsteht bei der Verarbeitung der geernteten Blätter des Cocastrauches unter Zugabe von Wasser und Schwefelsäure. Nach zahlreichen vergeblichen Therapien entdeckte Borrero Cannabis als Substitutionsmittel und schaffte es so, wieder ein geregeltes Leben in einem stabilen sozialen Umfeld zu führen.

Jetzt hat er nach langem Hin und Her von den Behörden die Erlaubnis erhalten, ein Modellprojekt mit 300 Basuco-Abhängigen durchzuführen, die anstatt der Paste hochpotentes Gras erhalten werden. Camilo Borrero und die Unterstützer des Versuchs versprechen sich von dem Modellprojekt einen spürbaren Rückgang der Beschaffungskriminalität sowie die Steigerung der Reintegrationsrate von Langzeitabhängigen.

In Kolumbien sind Konsum und der Besitz von Cannabis sowie der Anbau von bis zu 20 Pflanzen zum Eigenbedarf entkriminalisiert. Außerdem existiert ein Gesetz zur Verwendung von pflanzlichen Cannabis als Medizin.

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