Mittwoch, 3. April 2013

Die Hanfberatung im Hanf Journal

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Autor: Kascha

Grafik: Lukas

Hanna (19) aus Köln fragt:
“Hi Kascha,
ich habe auf meinem Fensterbrett ein paar kleine Pflänzchen vorgezogen, die ich, sobald das Wetter sich dafür eignet, auf meinen Balkon raus stellen möchte. Der geht allerdings nicht ganz nach Süden, ist das schlimm? Sonne scheint dort von 9:00 bis 14:00 Uhr drauf. Ich habe aber mal gelesen, dass die Pflanzen 12 Stunden Licht zum Wachsen brauchen. Hell ist es allerdings den ganzen Tag noch, so lange die Sonne scheint.”

Kascha antwortet
“High Hanna,
tatsächlich wachsen die meisten Cannabissorten so lange sie mehr als 12 Stunden Licht am Tag bekommen. Werden es dann im Herbst weniger als 12 Stunden, beginnt die Pflanze zu blühen. Deshalb ist es wichtig, die kleinen Pflänzchen bei geeignetem Wetter, also wenn es nachts zuverlässig frostfrei bleibt, rechtzeitig auszupflanzen: So haben die Pflanzen noch ausreichend Zeit zum Wachsen, bevor die Blüte einsetzt. Dabei müssen 12 Stunden Licht allerdings nicht 12 Stunden direktes Sonnenlicht bedeuten. Je mehr direktes Sonnenlicht auf die Pflanzen scheint, desto besser wird allerdings die Qualität. Die Sonneneinstrahlung während der Wachstums- und Blütezeit beeinflusst nämlich das Verhältnis der Cannabinoide, also der Cannabiswirkstoffe, in der Pflanze. Bekommt eine Pflanze zu wenig Sonne, dann überwiegen Cannabinoide, die anstelle eines “Highs” eher Müdigkeit und Kopfschmerzen verursachen. Daher wird bei der Indoorzucht in der Regel voll beleuchtet. Bei illegalem Outdooranbau lassen sich solche idealen Bedingungen allerdings nur selten herstellen.“

Matthias (23) aus Würzburg möchte wissen:
“High Kascha,
ich habe nach fast 10 Jahren mit dem Zigarettenrauchen aufgehört und möchte nun natürlich auch keinen Tabak mehr in meine Joints tun. Wenn ich pur rauche, muss ich allerdings oft husten und empfinde den Rauch als sehr stark. Hast du da noch einen besseren Tipp auf Lager, als kleinere Joints zu bauen? Macht die Wahl des Papers einen Unterschied?”

Kascha antwortet
“Hallo Matthias,
tatsächlich wird der Rauch von vielen als angenehmer empfunden, wenn etwas Tabak beigemischt wird. Andererseits beeinträchtigt der Tabak nicht nur den Geschmack und die Wirkung, sondern bringt wohl auch größere gesundheitliche Risiken durch Giftstoffe im Tabak mit sich.
Möchtest du nun sanfteren Rauch haben, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder verzichtest du ganz auf den Filter oder du rollst ihn sehr schmal. Ein schmalerer Joint ist auch eine Lösung, aber da der Rauch ja immer durch den Filter muss, ist vor allem ein großer Filter der Hauptauslöser für das Husten. Dreht man den Filter etwas schmaler und den Joint etwas konischer, dann ist das Problem in der Regel schon viel kleiner.
Ganz ohne Filter zu drehen ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, da man am Anfang oft Krümel in den Mund bekommt oder an labbrigem Papier lutschen muss, mit etwas Training bekommt man das aber mit der Zeit ganz gut in den Griff. Das Mundstück sollte fest gerollt sein, aber nicht so fest, dass kein Rauch mehr durchkommt. Viele Raucher bevorzugen es, das überstehende Papier abzureißen, andere lassen es dran. Viele Raucher empfinden es auch als angenehm einen “Tabakfilter” einzubauen. Dabei wird einfach ein Stück Drehtabak ans Mundende des Joints gebaut, das man dann am Ende aber nicht mitraucht. Je nachdem, wie das Gras beschaffen ist, eignen sich zum pur rauchen insbesondere dickere Papers, da etwas feuchteres Gras ohne den Tabak nicht anständig abbrennen würde. Bei trockenerem Gras bieten sich wiederum dünnere Papers an, die weniger schnell abbrennen und dadurch nicht so konzentrierten Rauch produzieren. Du kannst, das will ich an dieser Stelle der Vollständigkeit halber noch erwähnen, natürlich auch geeignete Kräutermischungen anstelle von Tabak verwenden, wenn dir das angenehmer ist.”

Jan (22) aus Bremen fragt:
“Hey Kascha,
ich hab von einem Bekannten etwas von seinem Homegrow abbekommen und das ist genug, dass ich mir erst mal ein paar Wochen kein gestrecktes Schwarzmarktgras kaufen muss.
Es ist allerdings noch nicht ganz fertig getrocknet, also es ist schon einigermaßen trocken, aber weil ich keinen Grinder habe und Bong rauche, bevorzuge ich mein Gras richtig bröselig.
Jetzt wollte ich fragen, ob es wirklich so schlimm ist, es mal bei 80 Grad in den Ofen zu packen? Ich lagere es ansonsten im Kühlschrank, dann wird es doch gleich wieder gekühlt?”

Kascha antwortet
“Hi Jan,
persönlich würde ich dir von der Variante mit dem Ofen abraten. Das Gras wird unangenehm kratzig und geschmacklos und es macht dann einfach weniger Spaß, es zu rauchen. Im Kühlschrank wird es allerdings auch nur sehr langsam trocknen. Eine schonende Variante wäre, dir immer kleine Portionen aus deinem Kühlschrankvorrat zu nehmen und sie eine Weile offen im Zimmer liegen zu lassen. An der Luft trocknet es dann in der Regel recht schnell nach und ist eigentlich nach einigen Stunden schon bröselfähig. Wenn du insgesamt den Eindruck hast, dass dein Gras zu feucht ist, dann solltest du, entweder gleichzeitig oder nach und nach, nach Möglichkeit deinen gesamten Vorrat noch ein wenig nachtrocknen. Ansonsten riskierst du, dass es bei längerer Lagerung stockig riecht, merkwürdig schmeckt oder schlimmstenfalls sogar ein wenig schimmelt. Je nachdem, um wie viel Gras es sich handelt, kannst du es zum Beispiel in eine Schüssel tun und hin und wieder etwas “umrühren” oder auf einer Zeitung ausbreiten. Das dauert zwar unter Umständen etwas länger, aber das Warten lohnt sich auf jeden Fall, wenn man den Geschmacksunterschied berücksichtigt.“

mailto:kascha@hanfjournal.de

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.