Dienstag, 2. April 2013

MUSITIPP APRIL

Matisyahu
Spark Seeker

Foto: ballyhoo media

2006 wurde Matisyahu vom Billboard Magazin zum Top Reggae Artist ernannt, doch geht sein Stil weit über das Genre hinaus. Früher galt Matisyahu als Exot. Er stand mit Kipa und Vollbart auf der Bühne und verarbeitete seine Religion in seinen Texten. Dies hat sich inzwischen geändert. Matisyahu hat sich laut eigener Aussage zwar nicht von seiner Religion losgesagt, doch will er seinen Glauben fortan ins Privatleben verlagern. In diesem Sinne ist sein neues Album „Spark Seeker“, das am 11.03.2013 bei VP Records erschienen ist, der Beginn eines neuen Kapitels in seinem Leben. Seinem musikalischen Stil, einer Mischung aus Reggae, Pop, Rock, Hip Hop und Beatboxing-Einlagen sowie diverse elektronischer Klänge ist er allerdings treu geblieben. ‚Spark Seeker‘ ist vielseitig und an einigen Stellen experimentell, nicht zuletzt weil in den Liedern Elemente aus Dubstep und traditionellen Klänge gleichermaßen verarbeitet werden. Matisyahu lässt sich in keine Schublade stecken und gerade das macht seine Musik so interessant.
www.matisyahuworld.com
Foto: ballyhoo media

Son Volt
Honkey Tonk

‚Honkey Tonk‘ ist am 01.03.2013 bei Concord/Universal erschienen. Das Album ist seit vier Jahren das erste der 1994 von Bandleader und Songwriter Jay Farrar gegründeten Band. Nach einer mehrjährigen Pause in der Farrar einige Soloaufnahmen machte, startete die Gruppe 2005 erneut durch, mit zum Teil veränderter Besetzung. Son Volt spielen Folk und Country Balladen, die zuweilen an Werke von Bob Dylan oder Neil Young erinnern. Die Musik ist zeitgemäß und hat wenig von dem verstaubten Alte-Männer Image, das dem Genre sonst anhaftet. ‚Honkey Tonk‘ verkörpert Herzschmerz und das Gefühl unterwegs zu sein. Die Songs sind eher ruhig und besinnlich. Dabei klingt das Album aber keines Falls schmalzig, was daran liegen mag, dass es Jay Farrar lange selbst zu wider war Worte wie ‚Liebe‘ und ‚Herz‘ in seinen Texten zu verwenden. So klingt die Musik weniger nach Verzweiflung und mehr nach der Entschlossenheit nach vorn zu blicken. Ein Album, das nicht nur für lange Autofahrten geeignet ist.
www.sonvolt.net
Foto: COMMUNITY Presse-Promotion

Umberto Echo
Elevator Dubs

Umberto Echo macht keinen Dub im klassischen Sinne, auch wenn er Lee Perry als einen der Meister des Dubs bezeichnet. Dem entsprechend ist sein neues Album „Elevator Dubs“ auch kein klassisches Dubalbum. Neben den herkömmlichen Reggae-Beats verarbeitet Umberto Echo Elementen aus Jazz, Breatkbeats oder Afrobeats, die er mit Hip Hop Toasting und jeder Menge Dubeffekten vermischt. Dabei bedient er sich der Werke von Ernest Ranglin, Steward Copeland und J-L Matinier, steuert aber auch eigene Kompositionen bei, die er im Dub-Style remixed. „Elevator Dubs“ ist das dritte eigene Album des Künstlers, der auch als Produzent für zahlreiche andere Bands tätig ist. Erschienen ist die Scheibe am 15.03.2013 bei 19 Records und ist seitdem als CD sowie als Download überall erhältlich. Eingefleischten Dub-Liebhabern der alten Schule mag das Album an manchen Stellen etwas zu experimentell erscheinen, doch jene die dem Genre gegenüber offen sind, werden der ‚Dub der Neuzeit‘ sicherlich etwas abgewinnen können.
www.myspace.com/umbertoecho
Foto: Soulfire Artists

Soundtrack
Kokowääh 2

Der erste Teil von Til Schweigers Familienkomödie kam 2011 in die Kinos und verzeichnete mehr als vier Millionen Besucher. In dem Streifen, erfährt der erfolglose Drehbuchautor Henry überraschend, dass er eine achtjährige Tochter hat, um die er sich zeitweise kümmern soll, was zu Turbolenzen mit seiner (Ex-) Freundin und dem Stiefvater des Mädchens führt. Anfang Februar diesen Jahres kam die Fortsetzung „Kokowääh 2“ ins Kino und gleichzeitig wurde auch der Soundtrack zum Film veröffentlicht. Bestehend aus zwei CDs, die eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres liefern. Darunter einige entspannte Hintergrundmusik-Instrumentals, aber auch Lieder von bekannten Namen wie Linkin Park, The Chevin oder Plushgun. Der Soundtrack ist seit dem 08.02.2013 im Handel und als Standard-Version und in einer Premium-Edition als Doppel-CD erhältlich.
Diesen Monat verlost das Hanf Journal zwei Soundtracks. Wer mitmachen will sendet einfach bis 31.03.13 eine E-Mail angewinn@hanfjournal.de 
www.kokowääh2.de
Foto: Beck To Music

Alpha Blondy
Mystic Power

‚Mystic Power‘ ist bereits das 16. Studioalbum des Reggae Superstars von der Elfenbeinküste. Das Album wurde am 15.03.2013 bei Wagram veröffentlicht. Alpha Blondy wurde 1953 als Sey Koné geboren und entdeckte seine Leidenschaft für Reggae während seines Studiums in New York. Zurück an der Elfenbeinküste nahm er 1982 sein erstes Soloalbum auf. Es sollten viele weitere folgen, in denen Blondy mit seinen politischen und sozialkritischen Texten die schwierige Lage in seinem Heimatland verarbeitet. Die Situation seiner Heimat beschäftigt ihn auch in ‚Mystic Power‘. In ‚Pardon‘ entschuldigt er sich dafür, dass er es nicht geschafft hat seinem Land Frieden zu bringen und in ‚Réconciliation‘ den er zusammen mit seinem langjährigen Feind Tiken Jah Fakoly aufgenommen hat, zeigt er, dass er durchaus gewillt ist mit gutem Beispiel voranzugehen. Alpha Blondy mischt Roots Reggae mit französischen Chansons und beweist, dass er zu Recht als einer der ganz Großen des afrikanischen Reggaes gehandelt wird.
www.AlphaBlondy.info
Foto: SureShot Promotions

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