Mittwoch, 13. März 2013

Die Menschenrechte von Cannabispatienten achten

Demonstration von ACM und SCM am 20. Juni 2013 in Bonn

Am 20.6.2013 in Bonn: „Die Menschenrechte von Cannabispatienten achten“

In einer Pressemitteilung vom 7. März 2013 rufen die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) und das Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin (SCM) für den 20. Juni 2013 zur Teilnahme an einer Demonstration in Bonn auf. Unter dem Motto „Menschenrechte von Cannabispatienten achten!“ soll die Kundgebung ab 14 Uhr auf dem Robert-Schuman-Platz, direkt vor der Bundesopiumstelle in Bonn Bad Godesberg starten.

„Nach Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 hat jede Person „das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen“.

In Deutschland und vielen anderen Ländern haben aber vermögende Patienten wesentlich leichter einen Zugang zu medizinischen Cannabisprodukten als weniger vermögende Menschen. Vermögende Patienten können sich eher Medikamente wie Dronabinol und Sativex leisten als Schwerkranke, die nur wenig Geld für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung haben. Auch Cannabisblüten aus der Apotheke sind für viele Menschen, die eine solche Behandlung dringend benötigen, nicht in dem erforderlichen Umfang finanzierbar. ACM und SCM halten es für unerträglich, dass die Bundesregierung angesichts des damit verbundenen unnötigen Leids und dieser Zweiklassenmedizin untätig ist und mögliche Verbesserungen sogar aktiv behindert. Die Demonstration richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Mitarbeiter der Bundesopiumstelle, sondern gegen die Verantwortlichen in der Politik, die für die unerträglichen Rahmenbedingungen verantwortlich sind.

Wir wollen mit der Demonstration auf diesen sozialen Missstand aufmerksam machen und fordern den Gesetzgeber auf, geeignete Lösungen zu entwickeln. Was in anderen Ländern wie Kanada, den Niederlanden, Tschechien, Spanien und Israel möglich ist, sollte auch in Deutschland möglich sein.
Zu den bisherigen Unterstützern zählen der Deutsche Hanf Verband (DHV) und Cannabis Colonia. Auch andere Gruppen sind herzlich eingeladen, die Demonstration zu unterstützen.“

Für Rückfragen steht Ihnen gern zur Verfügung:
Dr. med. Franjo Grotenhermen, Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM),
Tel: 02952-9708572
E-Mail: info@cannabis-med.org.

 

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