Montag, 4. Februar 2013

Gleichheit der Waffen

Bild: OHV

Auch wenn es viele nicht immer wahr haben wollen, Lobbyverbände haben einen großen Einfluss auf die Politik, je größer solch ein Verband, desto einflussreicher ist er natürlich. Doch auch kleinere Interessensvertretungen können hinter den Kulissen so Manches bewegen, die Hauptsache ist, sie verfügen über einen gewissen Organisationsgrad und, das Wichtigste, ein paar finanzielle Mittel.
Bis vor wenigen Jahren hatten Hanftreibende sowie die Freundinnen und Freunde der verbotenen Pflanze nicht einmal ansatzweise so etwas wie einen Lobbyverband. Die Erfolgsgeschichte des Deutschen Hanfverbands (DHV) hat das besonders in den letzten zwei Jahren geändert. Der DHV ist in den Medien und der Politik omnipräsent und kann mittlerweile auf zahlreiche Firmen- und Privatsponsoren bauen, die den Fortbestand und sogar den Ausbau des erfolgreichen Modells „DHV“ garantieren.
So war unsere Redaktion auf der letztjährigen Hanfmesse in Wien, der Cultiva, freudig überrascht, dass sich auch in Österreich eine Interessenvertretung für die Hanfbranche und alle privaten Hanffreundinnen und -freunde formiert hatte: Der Österreichische Hanfverband, kurz ÖHV, wird ab dem 1.März 2013 sein Büro am Neubaugürtel Nr. 22/3 in 1070 Wien beziehen, um von dort aus Lobbyarbeit für die auch in der Alpenrepublik immer noch tabuisierte Pflanze zu betreiben. Der neue Lobbyverband stellt dabei alle Facetten der uralten Kulturpflanze in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Hanf ist Rohstoff, Medizin und Genussmittel, denn sein größter Vorteil ist ja gerade die Vielseitigkeit.
In Österreich gibt es aufgrund der im Vergleich zu Deutschland relativ liberalen Gesetzeslage viele Growshops, Samenhändler und auch der Nutzhanfbereich und die Forschung im Bereich „Cannabis als Medizin“ ist viel weiter fortgeschritten als hierzulande. Dies stellt für den bis jetzt noch „kleinen“ Bruder des Deutschen Hanfverbandes eine gute Basis, aber auch eine große Verpflichtung dar. Mit Bushplanet, Growcity, Indras Planet und Hanf&Hanf hat der ÖHV auch schon vier alteingesessene und über die Grenzen Wiens hinaus bekannte Unterstützer gefunden, die hoffentlich nur den Anfang bilden. Gerade die Profis aus der Hanfbranche in unserem Nachbarland sollten jetzt verstehen, dass man die internationale Aufbruchsstimmung auch für nationale Belange nutzen kann und die Legalisierungsanstrengungen professionalisieren muss um etwas zu erreichen. Dazu bietet der ÖHV den zahlreichen Shops, Organisationen und Privatpersonen in Österreich, die eine Re-Legalisierung unterstützen wollen oder gar von einem solchen Schritt profitieren würden, ab sofort die Möglichkeit. Lasst sie nicht ungenutzt verstreichen und tretet dem ÖHV bei, der Beitrag für Privatsponsoren beträgt schlappe 12€ pro Jahr.

Unsere Redaktion wünscht dem ÖHV für die zukünftige Arbeit viel Erfolg, blühende Landschaften im (Süd)-Osten, natürlich einen Haufen Sponsoren und somit das notwendige Kleingeld, das so eine Legalisierung nun mal kostet. So ist das eben.

Du findest den ÖHV auf

ÖHV Website

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