Donnerstag, 3. Januar 2013

Die Hanfberatung im Hanf Journal

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

hanfjournal 08februar artikel Die Hanfberatung im HanfJournal
Grafik: Lukas

Markus (22) aus München möchte wissen:
„Hi Kascha,
ich habe mir vorgenommen, im nächsten Jahr mit dem Rauchen aufzuhören. Mit Pur-rauchen habe ich auch kein gutes Gefühl und Backen ist mir zu anstrengend. Jetzt wollte ich mal wissen, ob bei einem Vaporizer wirklich nichts verbrannt wird? Das wäre ja dann genau meine Option… Wie funktioniert das und was muss ich da beachten?“

 

 

Kascha antwortet:
„Hi Markus,
gratuliere zu deiner Entscheidung. Und tatsächlich, die Grundidee an einem Vaporizer ist, dass nichts verbrannt wird. Dem Pflanzenmaterial wird Hitze zugeführt, die ausreicht, um die gewünschten Wirkstoffe zu verdampfen. Die Temperatur ist aber noch zu niedrig, als dass das Pflanzenmaterial anbrennen würde. Es wird eher sehr leicht, trocken und verfärbt sich bräunlich. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Modellen in allen Preisklassen. Die Entscheidung liegt dabei bei dir und du solltest dir die einzelnen Geräte einfach mal in Ruhe ansehen. Die einfachsten Vaporizer funktionieren mit einem Feuerzeug, mit dem du Pflanzenmaterial zum Beispiel in einem Glasröhrchen erhitzt und den Dampf inhalierst. Tragbare Geräte mit einem Heißluftstrom, der das Pflanzenmaterial erhitzt, gibt es ebenfalls. Gerade bei den Feuerzeug-Vaporizern erfordert es allerdings ein wenig Übung, die perfekte Temperatur ausfindig zu machen. Aufwändigere und etwas teurere Geräte wie der Volcano lassen dich die Temperatur genau einstellen und liefern ein entsprechend zuverlässiges Ergebnis. Übrigens: Von den Skythen, einem asiatischen Volk, das für seinen Cannabiskonsum bekannt war sagt man, dass sie sich in Lederzelte setzten und auf heißen Steinen Hanfblüten verdampften. Die Idee des Vaporizers scheint also bewährt zu sein. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.“

Johannes (19) aus Hannover hat eine Frage:
„Hey Kascha,
ich lese manchmal in der Zeitung, dass Dealer aufgeflogen sind, weil jemand mit Gras erwischt wurde und erzählt hat, dass er das dort gekauft hat. Ich hatte noch nie mit der Polizei zu tun und frage mich immer wie das sein kann? Haben die irgendeinen Vorteil davon, wenn sie das verraten? Oder muss man das sagen, wenn man gefragt wird?“

Kascha antwortet:
„Hey Johannes,
das ist eine interessante Frage. Ganz genau kann man es im Einzelfall nie wissen, aber dafür kann es verschiedene Gründe geben. Erst einmal sind ja die allermeisten Kiffer unbescholtene Bürger, die wie du noch nie mit der Polizei aneinandergeraten sind. Manche haben dann einfach Panik, weil sie mögliche Konsequenzen fürchten und beantworten eben, wie man das als braver Bürger tut, die Fragen, die der Mann oder die Frau in Uniform stellt. Manche sind auch minderjährig, dann haben Polizisten oft besonderes Interesse daran herauszufinden, wer einem Minderjährigen Gras verkauft hat. Im Gegenzug wird dann vielleicht den Eltern nichts erzählt – diese Kids erhoffen sich also sicher damit ungeschoren davon zu kommen. Wenn man mit mehr als einer geringen Menge, sagen wir mal 200 Gramm, erwischt wird ist die Situation auch anders: Bei geringen Mengen wird das Verfahren in der Regel einfach eingestellt, man muss also überhaupt nichts sagen außer seinem Namen, seiner Anschrift und seinem Geburtsdatum. Bei größeren Mengen erhoffen sich wieder einige, durch Kooperation das Strafmaß zu senken. So etwas sollte man aber auf jeden Fall mit einem Anwalt beraten, damit man sich nicht versehentlich selbst belastet oder mit einer Falschaussage die Schwierigkeiten vergrößert – und um zu prüfen, ob es überhaupt Sinn macht.
Wie du siehst, es kann viele Gründe dafür geben. Ich denke aber, dass einer der Hauptgründe einfach Unerfahrenheit und Panik ist.“

Anna (25) aus Berlin fragt:
„Hallo Kascha,
ich habe dieses Jahr ganz gut geerntet und bin jetzt mindestens bis zum Sommer vom Schwarzmarkt mit seinen hohen Preisen und Streckmitteln unabhängig.
Allerdings wird die Ernte ziemlich trocken, und ich habe Angst, dass ich bis zum Sommer nur noch Krümel übrig habe. Hast du da eine gute Idee?“

Kascha antwortet:
„Hallo Anna,
in der trockenen Heizungsluft trocknet deine Ernte sicher sehr schnell aus. Daher solltest du schnell handeln, denn was erst mal trocken ist, das bleibt auch relativ trocken. Mit Befeuchtungsmethoden wäre ich vorsichtig, denn man muss dabei sehr umsichtig vorgehen um keine Schimmelbildung zu provozieren.
Wichtig sind vor allem zwei Dinge. Die Ernte muss luftdicht verpackt sein, zum Beispiel in einem Gefrierbeutel oder in Plastikdosen. Außerdem muss sie möglichst kühl und dunkel stehen. Das bewahrt zum einen den Wirkstoff, zum anderen verdunstet dann einfach weniger Feuchtigkeit aus den Blüten und sie werden nicht so schnell trocken. Idealerweise verpackst du alles auf mehrere Gefrierbeutel oder Dosen und lagerst es im Kühlschrank.
Du kannst es auch einfrieren und dann später auftauen, das empfiehlt sich vielleicht für den Teil deiner Ernte, den du im Sommer rauchen möchtest.
Für luftdichte Verpackungen sollte es aber immer gut durchgetrocknet sein, also nicht mehr äußerlich feucht. Sonst beginnt es möglicherweise zu schimmeln, was den ganzen Beutel unbrauchbar machen kann.
Bei unterbrochener Trocknung kann aber auch ein unangenehmer Ammoniakgeruch entstehen: Das Gras riecht dann nach Katzenurin. Das wirst du sicherlich vermeiden wollen.“

kascha@hanfjournal.de 

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