Donnerstag, 2. Dezember 2004

Bhutan stellt Rauchen ein

Der König des buddhistisch geprägte Landes Bhutan, das östlich von Nepal liegt, hat nun das Rauchen von Tabak verboten

Der
Gesundheitsminister Ngedup gab als Begründung an: „Der große Heilige
Padmasambhava, der den Buddhismus nach Bhutan gebracht hat, hat
gemeint, dass Rauchen schlecht sei. Und alle Gläubigen sollen sich dem
Wunsch Gottes beugen und den Zigaretten entsagen.“

Das Verbot scheint jedoch auf den Wunsch vieler Regionalregierungen
gekommen sein, die neben Tabak auch meist die Teufelsdroge Kaugummi
verboten haben. Das Verbot tritt am Nationalfeiertag Bhutans, den 17.
Dezember in Kraft. Bis dahin müssen alle Bestände vernichtet sein. Wer
nach diesem Datum noch Tabak verkauft, muss mit umgerechnet 175 Euro
Strafe rechnen. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen im Monat
liegt bei neun bis zehn Euro.

Da Bhutan jedoch nur 828 000 Einwohner hat, war der Tabakindustrie
diese Entscheidung ziemlich egal. Was ihr viel mehr zu schaffen macht,
ist dann wohl doch die Überlegung Portugals, dem Qualm den Kampf an
zusagen. Die Regierung will künftig in Kneipen, Restaurants und
Diskotheken sowie am Arbeitsplatz das Rauchen verbieten.

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