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Rolys Silberscheiben des Monats April 2012

Publiziert am: 04.04.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roly
Photek: DJ-Kicks

Photek: DJ-Kicks
!K7

Die Wurzeln von Rupert Parkes liegen Mitte der achtziger Jahre im HipHop beziehungsweise Electro, sein Interesse für Jazz, insbesondere für John Coltrane, hört man dem Meister der Schachtelbreaks ebenfalls an. Neben Veröffentlichungen, unter anderen bei Good Looking, Reinforced und Metalheadz, gründet der Top-Produzent aus Ipswich bereits 1994 sein Label Photek Productions, veröffentlicht viele seiner grossen Werke allerdings auf Virgin’s Sublabel Science. Sein Debüt-Album „Modus Operandi“ (1997) begeistert mit geschliffen klaren Breaks, hyperkomplexem Drum-Programming und spannungsgeladener Atmosphäre. Photeks vorletztes Album „Solaris“ (2000) bewegt sich zwischen düsteren House-Tracks (u.a. mit Robert Owens) und abstrakten Ambient-Stücken. Nach seiner letzten Platte „Form & Function Vol 2” gibt es Anfang 2011 mit seiner „Avalanche EP“ wieder ein Lebenszeichen, in der Referenzen für Dubstep und Techno deutlich zu hören sind. Nun hat das Urgestein der britischen Musikszene (mittlerweile heisst die Wahlheimat Kalifornien) die aktuelle Ausgabe der legendären DJ-Kicks-Serie zusammengestellt, um uns mit frischem Sound glücklich zu machen.
Die Edition enthält vier exklusive, teils acidlastige, teils düstere Tracks von Photek, darunter eine sehr schöne Zusammenarbeit mit Kuru („Fountainhead”). Besonders gefallen mir außerdem Kromestar mit dem epischen „In 2 Minds“, DLX mit dem piano-schwingenden „Modern Man“, Dustmite & Kuru mit dem dynamischen „Bare“ sowie Sepalcure mit dem oldschooligen „Taking You Back“. Deepe Bassmusik mit leicht unterkühlter Atmosphäre – zeitlos und mit einem eigenen Charakter.
www.dj-kicks.com
www.k7.com




Turntablerocker: einszwei
casablanca records

Kennen gelernt haben sich die DJs Michi „Hausmarke” Beck und Thomas „Thomilla” Burchia im Plattenladen. Die Fantastischen Vier waren schon lange am Start und Stuttgart eine deutsche Hip Hop-Hochburg, als die beiden Freunde im Szeneclub Red Dog jeden Mittwoch Hip Hop auflegen. Im Jahre 1994 gründen sie ihr Swingbeat-Projekt „Turntablerocker“. Bereits auf Hausmarkes unterbewertetem Album „Weltweit“ (1997) beweist Thomilla seine Fähigkeiten als relaxter Beatbastler, bevor sich Michi Beck 1999 dann an Thomillas Debüt „Genuine Draft” beteiligt. Nach den Top-Singles „A Little Funk“ und „No Melody“ erscheint 2001 mit „Classic” das Debüt-Album der Turntablerocker. Zehn Jahre nach dem Nachfolger „Smile“ liefern sie mit ihrem neuen Werk „einszwei“ ein reines Konzeptalbum, denn „die Platte markiert von vorne bis hinten den Soundtrack für eine Nacht“, wie Michi erklärt. Mit ihrem gereiften Gespür für musikalische Arrangements und brillante Harmonien vereinen sie Elemente aus Elektro, Pop, Disco und Clubmusic miteinander. In dem Stück „d.w.i.e.s (Die Welt ist eine Scheibe)“ rechnen Michi und Thomilla mit Digital-DJs ab, die nur an „Knöpfchen drehen“ statt richtige Platten aufzulegen. Neben Songs wie der ersten Single „Alles auf die 303“, dem repetitiven „von vorn“ und dem poppigen Titeltrack ist mit „Déjá Vu“ von Spliff auch ein sehr cooler Coversong vertreten, der perfekt in das Konzept des Albums passt.
Mit groovigen Bässen, eingängigen Refrains und untypischen deutschen Texten gibt’s hier ein discoides Club-Album, das verdammt gute Laune verbreitet. Die Jungs nennen es „Electronic Wildstyle“ und das passt.
www.turntablerocker.com
www.universal-music.de




Boddhi Satva: Invocation
bbe records

Der aus der Zentralafrikanischen Republik stammende Boddhi Satva bezeichnet seinen ganz eigenen Sound als „Ancestral Soul“. Als gefragter Remixer gewannen seine zahlreichen Neuinterpretationen nicht nur die Herzen von seinen Fans rund um den Globus, sondern auch die Aufmerksamkeit von Musikkennern und Tastemakers. Im Jahre 2007 gründete er das Label Offering Records, auf dem talentierte Sänger und Produzenten aus den verschiedensten Ecken dieser Erde zusammentreffen können. Mit seinem ersten Solo-Album „Invocation“ meisselt Boddhi Satva seinen Namen, den er sich in der House-Szene gemacht hat, endgültig in Stein.
Hierbei stellt er sich der Herausforderung, sein reiches musikalisches Erbe mit sämtlichen Einflüssen zu konfrontieren, die er von seinen Reisen und Auftritten in Clubs in Mali, den USA, Südafrika, Spanien oder England mitnimmt. Auf 14 intensiven Tracks prägen Live-Instrumente (Kora, Klavier, Saxophon, Flöte, Congas, Cello, Balafon und Turntables) in Verbindung mit westafrikanischen Gesängen, afro-kubanischen Rhythmen und einer guten Dosis Club-Musik das Soundbild des Albums.
Am liebsten höre ich „From Another World“ (feat. Vikter Duplaix), „Africa“ (feat. Pegguy Tabu), „Because I Know” (feat. Leah Beabout) und „Enemies“ (feat. Rohan Xilent). Dem Namen nach handelt es sich bei Boddhi Satva übrigens in der buddhistischen Lehre um eine erleuchtete Existenz, die auf „Invocation“ hier und da deutlich aufblitzt.
Für die einen ist es der „Soundtrack für universelle Rituale des Lebens“, für die anderen ein befreiender Mix aus Deep House und urbanem R’n’B mit spirituellem Spoken Word Touch.
www.boddhi-satva.com
www.bbemusic.com




Rojah Phad Full: Alles geht Phad
rootdown records

Assoziierten wir früher Bayreuth musikalisch wohl am ehesten mit Herrn Wagner, gilt es inzwischen, sich mal mit dem Künstler Rojah Phad Full auseinanderzusetzen, der allerdings inzwischen in Berlin wohnhaft ist - Bewegung ist für Rojah ohnehin zur Maxime geworden. Im Jahre 2010, dem Jubiläumsjahr von Rootdown Records, wurde ich erstmalig auf ihn aufmerksam, als er an der Seite von Slonesta mit „Wer zum?“ ein spannendes Toe-To-Toe Album veröffentlichte. Im letzten Jahr meldete sich Rojah mit „Current State Of German Dancehall” im Bezug auf eine entsprechende Folge der „Kingston Hot Radio Show” zu Wort und heimste just mit diesem Statement für den Szenenachwuchs den 2. Platz im Riddim Leser Poll 2011 als „bester nationaler Tune” ein. Die nächste Stufe nimmt er nun mit seinem ersten Solo-Album „Alles geht Phad“, auf dem er mit zehn neuen Tracks wieder Output auf höchstem Niveau erbringt. Die erste Single „Eiswasser“ bietet einen bassigen Auftakt, bevor er sich im weiteren Verlauf an digitalen Beziehungen („Internet“) und lebensnahen Verwirrungen („Kein Mensch“, „Nur Einer“) ab. Sich selbst treu zu bleiben ist das Thema von „Lass sie alle labern“, während er mit Nosliw auf „Nach Mitternacht“ vergangene Hip Hop-Zeiten aufleben lässt und mit Slonesta spitzbübisch böse Mädchen dechiffriert („Bad“). Im finalen Tune proklamiert er schliesslich: „Ich mach deutschen Dancehall“, welches der dominierende Style dieses poppigen Albums ist.
Unterstützt wird Rojah Phad Full auf Produzentenseite u.a. von Bassrunner, Soulforce und Junior Blender, womit qualitativ hochwertiger Sound garantiert ist. Der Frühling ist da.
www.rojah.de
www.rootdown-music.com




Funny van Dannen: Fischsuppe
jkp

Seit über 30 Jahren kommentiert der Liedermacher, Schriftsteller und Maler aus Berlin auf eigenwillige Weise, gewürzt mit viel Sarkasmus und beißendem Witz, die politischen und gesellschaftlichen Befindlichkeiten unserer Republik. Seit 1999 arbeitet er als Co-Autor mit den Toten Hosen zusammen, und gut drei Jahre nach „Saharasand“ serviert Funny van Dannen auf seinem dreizehnten Album eine leckere „Fischsuppe“ mit 22 neuen Liedern und dem Familienglücksschwein auf dem Cover. Ja, er hat schon sehr viel Freude an einem grotesken Einstieg. Als einem der letzten echten Romantiker unter den deutschsprachigen Liedermachern gelingt Funny van Dannen auch mit seinen neuen Kompositionen ein scharfer, musikalisch und philosophisch leidenschaftlicher Blick auf die Absurditäten unseres Alltages. Dabei pendelt er gekonnt zwischen dadaistisch anmutenden Wortspielen, anarchischem Witz, Protest und Poesie. In „Ergo-Versicherungsgruppe“ spielt der Chefironiker mit dem Verfall der Moral, Gesellschaftskritik findet man in „Einkaufszentren entstehen“, „Der Fahrradfahrer“ und „Was Krieg ist“, während er auf „Ein Eimer weiße Farbe“ Johnny Cash und Bob Dylan huldigt. Neben Anekdoten über einen Acker, ein Butterbrot oder die Freude stellt er sich elementare Fragen wie „Wenn die Tiere Berufe hätten“ und „Was ist mit der Liebe“. Diese „Fischsuppe” ist auch musikalisch ein spartanisches Gericht, welches hier sprichwörtlich alleine ausgelöffelt werden muss.
Beim Recherchieren fiel mir übrigens erstmals auf, dass der feine Herr ein grosses Herz für den 1.FC Köln hat. Dieser „Kindheitsschaden“ verfolgt mich auch bis heute. Obskur.
www.funny-van-dannen.de
www.jkp.de

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