Donnerstag, 7. Januar 2016

Immer mehr Tote durch Legal Highs

 

Tödliche Kräutermischung in Rheinland-Pfalz

 

Spice
Damit fing der ganze Krautsalat an…./ Foto: Archiv

 

Am Dienstag ist in Daun/Rheinland-Pfalz ein 38-jähriger Mann wahrscheinlich am Konsum einer Kräutermischung verstorben. Die Polizei Trier teilte auf Anfrage mit, die in der Kräutermischung enthaltene Substanz sei ihr noch nicht bekannt, dazu könne man frühestens nach dem Ergebnis der Obduktion Stellung nehmen. Ähnlich sieht es bei den anderen Fällen im vergangenen Jahr aus, in dem immer häufiger Todesmeldungen in Zusammenhang mit den als Räuchermischungen getarnten Designer-Drogen zu lesen waren. Waren es zu Anfangszeiten meist gesniefte Badesalze, die lebensbedrohliche oder gar tödliche Nebenwirkungen hatten, ist seit 2015 auch ein immer tödlicherer Trend bei den harmlos anmutenden Rauch-Kräutern zu verzeichnen.

 

Das Problem dabei: Um keine „Werbung“ zu machen, nennen die Behörden den Namen der Kräutermischung, so wie in diesem Fall, oft gar nicht. Auch die enthaltende Substanz wird nicht umgehend in einem Labor festgestellt und schnellstmöglich publiziert, so dass es Medien wie dem Hanf Journal oder niederschwelligen Hilfsangeboten wie den DrugScouts unmöglich ist, dezidierte Warnungen für spezielle Legal Highs oder deren Inhaltsstoffe auszusprechen. Das wäre viel effektiver, als alle paar Wochen wieder vor dem Konsum aller Legal Highs zu warnen. Doch lebensrettende Transparenz definiert das Betäubungsmittelgesetz in seiner derzeitigen Form sogar als Straftat, Stichwort Drug-Checking.

 

Die einfachste Lösung des Problems zeigen Colorado und Washington State, wo der Konsum der gefährlichen Mischungen seit der Re-Legalisierung von Gras sinkt.

 

5 Antworten auf „Immer mehr Tote durch Legal Highs

  1. greenness

    @Ralf:

    Nö, das ist (staatliche forcierte) unterlassene Hilfeleistung, die zu Todesopfern führt.

    Das macht die Sache allerdings kaum besser!


    Und, die Begründung für die Nichtveröffentlichung des Produkt- und Substanznamens ist, keine Werbung für das Zeug zu machen!? Was ist denn das für eine Logik?

    „Achtung, Achtung, dieses Produkt kann Sie töten. Auf keinen Fall konsumieren.“ soll eine Werbung sein, die den Konsum anpreist und zum Nachmachen anregt?

  2. Matthias

    Ja ihr warnt wenigstens davor und dafür in der Grow gibt es immer wieder mal Anzeigen für Spiceshop24 oder wie die alle heissen!!! Echt eine Schweinerei!!!!

  3. Lars Rogg

    Hallo zusammen,

    zu diesem Thema gibt es heute 08.01.16 auf Arte um 21,45 Uhr eine Sendung. Könnte interessant sein…trotz Arte 🙂

  4. underground-grower

    Ich habe mir die Sendung gestern auf Arte angeschaut. Der Bericht war sehr informativ und das Spektrum „Legal Highs“ nachgeahmte Drogen Chemisch-Toxisch zubereitet. Im Film war auch der Rote-Baron-Rasta-Man vom Hanf-Museum-Berlin zu sehen. Ein selbsttest fand auch statt. Die Probanden waren die Labor-mitarbeiter und drehten sich mal ne Tüte von dem Chemiecocktail=künstlich hergestellt im Labor=was drin ist ist russisches roulette gewiss…viele angazieren sich und sind aktiv AUFZUKLÄREN was HARTE DROGEN anrichten können. Ein an gestreckten Cannabis Konsum Toten, habe ich noch nichts gehört. Viele vergiftete Personen kamen ins Krankenhaus und wurden Medizinisch wieder auf Trapp gebracht. Substanzen die im Verdacht stehen äusserst Krebserregend zu sein…Die gute Nachricht ist von Heute und ich freue mich für alle Patienten die endlich ihre Leiden lindern mögen!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *